Archiv Einzelansicht  - Stadt Witten

Witten setzt sich in NRW für die Verstetigung von Familiengrundschulzentren ein

Logo FGZ Initiative

Die Stadt Witten hat sich einem Offenen Brief von mehr als20 weiteren kommunalen Spitzen aus NRW angeschlossen, die in der „Initiative Familiengrundschulzentren NRW“ organisiert sind. Gemeinsam setzen sie sich für die Verstetigung von Familiengrundschulzentren in NRW ein. In dem Brief heißt es: „Bei den Familiengrundschulzentren handelt es sich nicht um ein befristetes Projekt, sondern um eine dauerhafte Aufgabe, die in ihrer Struktur und in der Fläche des Landes gesichert werden muss.“

Die Kommunen, die sich zur Initiative zusammengeschlossen haben, treffen sich heute zu einer Entwicklungskonferenz im Maxhaus in Düsseldorf und überreichen dort den Brief symbolisch. Die Entwicklungskonferenz wird seit 10 Uhr per Livestream übertragen (Link: Entwicklungskonferenz "Familiengrundschulzentren in NRW" am 9. Mai 2022 im Livestream - YouTube). Die „Initiative Familiengrundschulzentren NRW“, in der sich mittlerweile 25 Kommunen aus NRW zusammengeschlossen haben, wird von der Auridis Stiftung und der Wübben Stiftung getragen. 

„Wir möchten weiterhin daran arbeiten, die Stadt Witten kinder-, jugend- und familiengerecht zu gestalten“, sagt Bürgermeister Lars König. „Die Familiengrundschulzentren bieten die tolle Möglichkeit, dies gemeinsam mit den Schulen, den OGS, den Kindern und ihren Eltern zu tun.“

In Witten entwickeln sich derzeit dreiGrundschulen zu Familiengrundschulzentren: die Crengeldanzschule, die Breddeschule und die Gerichtsschule. Die Standorte werden über die Richtlinie „kinderstark – NRW schafft Chancen“ gefördert.

Im Austausch mit allen Beteiligten sammeln und entwickeln sie Ideen, wie zunächst die Schulen und ihre Schulhöfe, im nächsten Schritt aber vielleicht das ganze Viertel, schöner und lebenswerter werden können. Die Ideen reichen dabei von Fachräumen über neue Spielgeräte bis zur schuleigenen Dönerbude. Auch wenn am Ende wohl nicht alles umgesetzt wird: In dieser ersten Phase ist Träumen erlaubt und erwünscht.

Es geht dabei gar nicht nur um die Kinder, sondern auch um die Eltern. Auch für sie soll es Bildungsangebote geben. Die Grundschulen sollen durch das Programm in die Lage versetzt werden, all diese Angebote zu initiieren, zu koordinieren und durch Kooperationen möglich zu machen.

In Witten gibt es am 14. Juni eine interne Auftaktveranstaltung

Mit dabei sind Vertreter*innen der Schulen und des Jugendamtes sowie weitere Akteure. Darin wird es vor allem um Informationen zum Programm „kinderstark“ und allgemein zu Familiengrundschulzentren gehen – und natürlich ganz stark um den Austausch und die Netzwerkarbeit.

Als Familiengrundschulzentrum entwickelt sich eine Grundschule zum Ort der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und Familien. Die Schulen öffnen sich für die Eltern und den Stadtteil, bauen Erziehungs- und Bildungspartnerschaften aus. So verbessern Familiengrundschulzentren die Bildungschancen von vielen Kindern und tragen zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei. Sie schließen an das erfolgreiche Konzept der Familienzentren an Kitas an und schließen damit die Lücke in der Präventionskette, die nach dem Kita-Besuch mit Schuleintritt noch besteht. 2014 ist in Gelsenkirchen das erste Familiengrundschulzentrum entstanden. Es knüpft an die Idee der Familienzentren an Kitas an. Acht Jahre später haben sich bereits mehr als 50 Kommunen auf den Weg gemacht und über 130 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen haben sich zu Familiengrundschulzentren entwickelt.

Den Offenen Brief finden Sie hier zum Download (Link: www.familiengrundschulzentren-nrw.de/offener-brief).

Gemeinsame Pressemitteilung der unterzeichnenden Städte

(  )