News Einzelansicht  - Stadt Witten
Bild: Jörg Fruck

Haushalt 2021: Investitionen trotz schwieriger Haushaltslage

Rathausplatz Witten mit Rathaus im Hintergrund

Es ist eine Gratwanderung: investieren, ohne die Schulden unverantwortlich explodieren zu lassen. Genau so eine Gratwanderung versucht der Haushaltsentwurf der Stadt Witten für das Jahr 2021. „Ich denke, wir haben da ein gutes Maß gefunden“, sagt Bürgermeister Lars König. Letztlich aber stehen den Aufwendungen von 313 Millionen Euro, die Erträge gegenüber, die auf 286,4 Millionen Euro gesunken sind.

Mehrere Baumaßnahmen laufen bereits oder stehen kurz bevor. An der Pferdebachstraße und im Südflügel des Rathauses geht es inzwischen gut voran. Die Brenschenschule sanieren wir im Bestand, während die baufällige Horst-Schwartz-Halle übergangsweise durch eine Traglufthalle ersetzt. An einem Standort in der Nähe wird derweil eine neue Halle entstehen. „Diese Investitionen sind wichtig, damit wir auch in Zukunft gut aufgestellt sind“, so Lars König.

Personalpolitik mit Blick in die Zukunft

Auch beim Personal wird sich einiges tun, immer mit dem Blick nach vorne. „Wir stellen gerade in den Bereichen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die für eine moderne und lebenswerte Stadt besonders wichtig sind“, erklärt Lars König. Das sind: Klimaschutz und Mobilität (zum neuen Jahr bekommt die Stadt Witten wieder eine Klimaschutzbeauftragte), Kita-Personal, Digitalisierungsbeauftragter und Ingenieure für den Bereich Bauen. Zudem werden sich am Ende zwei Personen um Planung und Bau von Radwegen kümmern.

Weitere wichtige Bereiche werden die Kinderbetreuung und die Bildung sein. „Wir wollen die Kitas in Buchholz und Vormholz ausbauen und führen bereits konkrete Vorgespräche“, berichtet Lars König. Parallel wird die Stadt Witten die Förderprogramme des Landes „Gute Schule“ und „Digitalisierungspakt“ nutzen, um in die Schulen der Stadt zu investieren.

Finanzielle Lage bleibt schwierig

Zugleich ist die finanzielle Lage der Stadt weiter kompliziert. „Der Einbruch der Steuereinnahmen hat die Fortschritte der vergangenen Jahre zum Teil wieder zunichte gemacht“, beschreibt Kämmerer Matthias Kleinschmidt die Situation. Zwar können die Corona-bedingten Ausgaben zunächst isoliert werden, belasten den Haushalt also zunächst offiziell nicht. Ab 2025 müssen die entstandenen Schulden dann aber doch zurückgezahlt werden.

Mehr Zahlen auch in der Meldung „Aktuelle Investitionen und vertagte Schulden: Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2021“.

(  )