Demografiemonitor  - Stadt Witten

Demografie in der Metropole Ruhr: Bericht der ‚AG Ruhr’ hat Bevölkerungsdaten für Witten & 11 Nachbarn

 

Die Dienststellen von Statistik und Stadtforschung zwölf ausgewählter Städte der Metropole Ruhr haben sich entschlossen, gemeinsam eine Datenbasis zur Beobachtung und Beurteilung des demografischen Wandels zu schaffen und zu präsentieren. Nun ist das Ergebnis veröffentlicht und ab sofort auch auf den Internetseiten der Stadt Witten nachzulesen: hier.

Die beteiligten Städte sind: Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Moers, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Witten. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum 2008 bis 2013.

Der demografische Wandel ist überall, aber unterschiedlich

Der sogenannte demografische Wandel ist in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem zentralen gesellschaftspolitischen Thema geworden. Er beschreibt die Veränderung der Bevölkerung in Größe und Zusammensetzung durch Einflussfaktoren wie steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenraten, Zu- und Abwanderungen sowie modifizierter oder anderer Lebensformen. Es wird erwartet, dass diese Entwicklungen regional unterschiedlich verlaufen und diesen mit unterschiedlichen Handlungsstrategien und Maßnahmen begegnet werden muss.

Die Beobachtung und Analyse von demografischen Entwicklungen ist eine zentrale Aufgabe der Statistik-Dienststellen. „Mit dem Ziel, eine vergleichbare Berichterstattung auf kommunaler Ebene zu schaffen, haben sich die zwölf Städte auf eine arbeitsteilige interkommunale Zusammenarbeit geeinigt“, erläutert Ralph Hitrop, Leiter der städtischen Stabsstelle für Stadtentwicklung, Statistik und städtische Wirtschaftsförderung in Witten.

Datensammlung basiert auf gemeinsamen Indikatorenkatalog

„Aus einem vom Verband Deutscher Städtestatistiker (VDSt) zusammengestellten Merkmals- und Indikatorenkatalog wurde eine Auswahl getroffen, die einerseits als aussagekräftig und vergleichbar eingestuft wurde und andererseits von der Mehrheit der beteiligten Städte mit vertretbarem Arbeitsaufwand bereitgestellt werden konnte“, erklärt Gerd Germakowsky, Leiter der städtischen Statistikstelle der Stadt Witten. Die Auswahl der Bevölkerungsmerkmale wie Alter, Geschlecht, Deutsche, Nichtdeutsche, Doppelstaater/-innen, Zuzüge, Fortzüge und innerstädtische Umzüge bietet ein breites Beurteilungsspektrum. Darüber hinaus haben alle Städte Daten über Privathaushalte und Haushaltestrukturen ermittelt. Die Sammlung und Prüfung der Daten sowie die Berechnung von Kennzahlen und Indikatoren erfolgte zentral.

Städte arbeiten an gemeinsamer Veröffentlichungsreihe

Um den gestaltenden Akteuren und Entscheidungsträgern eine valide Informationsgrundlage zur Entwicklung von Strategien und Planung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch den demographischen Wandel entstehenden Herausforderungen zu geben, haben sich die teilnehmenden Städte auf eine gemeinsame Veröffentlichungsreihe zum Thema „Demografiemonitoring“ verständigt. Die aus den Verwaltungsregistern der Kommunen entstandene einzigartige Datenbasis wird zukünftig in regelmäßigen Abständen in einer gemeinsamen Internetpräsenz als „Demografie-Bericht“ und „Demografie-Atlas“ der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Im Demografie-Bericht werden die ausgewählten Indikatoren mit prägnanten Texten, Grafiken und Tabellen präsentiert. Zudem sind Sonderberichte für bestimmte Zielgruppen, wie z. B. „Ältere Menschen ab 65 Jahren“, vorgesehen. Der Demografie-Atlas als interaktives Informationsinstrument erlaubt Nutzerinnen und Nutzern eine kartografische Aufbereitung der Daten sowie eine in Diagrammform.

Zusammenarbeit bringt ganz neue Qualität

Neben der Entwicklung und Schaffung dieser qualitativ hochwertigen Produkte ist schließlich noch hervorzuheben, dass diese interkommunale Zusammenarbeit der beteiligten Städte der Metropole Ruhr ihresgleichen in Deutschland sucht. Es ist eine neue Qualität, sowohl bei kleinräumigen Analysen innerhalb einer Stadt als auch für Vergleiche zwischen verschiedenen Städten, auf eine einheitliche Datenbasis zurückgreifen zu können.

(01/06/15 – AG Ruhr / lk)