Corona Einzelansicht  - Stadt Witten

Nähe trotz Distanz – die Wittener Offenen Kindertreffs im Lockdown

Collage mit verschiedenen Bastelarbeiten

Offene Kindertreffs und Corona: Das geht auf den ersten Blick ziemlich schlecht zusammen. Die aktuellen Regeln sind eindeutig, die Treffs müssen ihre Türen vorübergehend schließen, die Sechs- bis Zwölfjährigen, die die Zielgruppe sind, dürfen nicht kommen. „Die Angebote sind wichtig, und sie sind beliebt. Deswegen habe wir gemeinsam nach kreativen Wegen gesucht, wie wir den Kontakt zu den Kindern halten können“, sagt Ursula Famà, Leiterin der Abteilung Jugendförderung.

Rezepte gegen die Langeweile

Ein großes Problem ist die Langeweile, wenn die Kinder nicht in die Schule gehen und sich auch nicht einmal draußen mit Freundinnen und Freunden treffen können. „Deswegen ist es uns besonders wichtig, dass wir kreative Angebote machen“, berichtet Ursula Famà. Aus diesem Grund verteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle 14 Tage neue Spiel- und Bastelpäckchen. Darin sind Anleitungen und zum Teil auch Materialien etwa zum Basteln von Karnevalsmasken oder Traumfängern, aber auch für Bewegungsspiele. Zudem finden sich darin Grüße der Mitarbeitenden, Rezepte, Witze und vieles mehr. Dabei versuchen die Kindertreffs, auf die Wünsche und Vorlieben „ihrer“ Kinder einzugehen. Die Inhalte unterscheiden sich also zwischen den Treffs. Die Verteilung der Päckchen läuft natürlich Corona-konform.

Ergänzend dazu erscheinen auf dem Youtube-Kanal der Wittener Kindertreffs regelmäßig Tutorials. Diese werden, wenn möglich, auf die jeweils aktuellen Spiel- und Bastelvorschläge abgestimmt.

Ansprechbar bleiben

Oft aber sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertreffs einfach Ansprechpersonen für Sorgen und Probleme. Dafür gibt es nun derzeit feste Telefonsprechzeiten. Zusätzlich gibt es seit kurzem die Möglichkeit, mit Videos zu kommunizieren. Die Kinder können dann selbst entscheiden, ob sie die Zeit für freie Gespräche, für Spielangebote oder für Hilfe bei Hausaufgaben oder anderen Lerninhalten nutzen. Den Zugang zum Videoformat bekommen die Kinder nur in Rücksprache mit ihren Sorgeberechtigten.

Sensibilisieren für die Gefahren der Pandemie

Nicht zuletzt gibt es die „Corona-Beutel“, die jüngst bereits einige Aufmerksamkeit bekommen haben. „Damit wollen wir die Kinder für die Gefahren von Covid 19 sensibilisieren“, erklärt Ursula Famà. Deswegen sind in den Beuteln etwa Masken und selbstgegossene Motiv-Seifen. Darüber hinaus gibt es Anregungen, wie die Kinder die viele Zeit zu Hause aktiv füllen können. Das Motto hinter den Beuteln: „Passt gut auf Euch auf und bleibt gesund!“ Auch die Beutel werden natürlich Corona-konform verteilt.

Großes Engagement in schwieriger Zeit

„Diese Zeit ist für die Kinder, aber auch für die Mitarbeitenden der Offenen Kinderarbeit, richtig schwierig. Deswegen finde ich es toll, wie engagiert und kreativ sich die Kolleginnen und Kollegen in den Kindertreffs bemühen, den Kontakt zu den Kindern zu halten“, lobt Ursula Famà. Dennoch hoffen alle, dass bald wieder viel mehr persönlicher Kontakt möglich werden wird.

(  )