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„Belange, die uns alle interessieren“: Georg Thomys ist neuer Leiter des Bauordnungsamtes

Portrait Georg Thomys

Egal ob groß oder klein: Bauen ist die Leidenschaft von Georg Thomys. Als Leiter des Wittener Bauordnungsamtes ist es sein tägliches Geschäft und sein Broterwerb. Und in der Freizeit hat er auch mit seinen 47 Jahren die Begeisterung für die guten alten Lego-Steine noch nicht verloren. Allen, die die Bauordnung für dröge halten, widerspricht er aus Überzeugung: „In meinem Amt geht es um Belange, die uns alle interessieren.“ Denn es geht um nicht weniger als um die Standsicherheit von Gebäuden, um Brandschutz, aber auch um Naturschutz und um Stadtplanung.

Mit Witten verbinden den gebürtigen Hagener gleich zwei schöne Erinnerungen: Einige Jahre in einer hiesigen Laien-Theatergruppe und das erste Ultraschallbild seiner Tochter, das ebenfalls in Witten entstand.

Architekt mit viel Erfahrung in der Bauordnung und als Dozent

Nach mehreren beruflichen Stationen im Rheinland und im Ruhrgebiet arbeitet Thomys nun wieder in der Nähe von Hagen, wo er mit Frau und Tochter lebt. Er hat „Architektur und Städtebau“ in Dortmund und Kansas (USA) studiert, war Assistent am Lehrstuhl für Klimagerechte Architektur an der Universität Dortmund. Parallel arbeitete er bereits als freier Architekt und Stadtplaner. Er leitete die Bauordnungsämter von Hagen und Lüdenscheid sowie den Fachbereich Bauen der Kreisverwaltung Unna. Daneben war und ist er Dozent an verschiedenen Hochschulen und Studieninstituten.

Partner im „Dschungel des Baurechts“

Wer bauen möchte, hat wahrscheinlich mit dem Bauordnungsamt zu tun. Zwei wichtige Wünsche haben die Bürgerinnen und Bürger: schnell soll es gehen, und am Ende soll der Antrag angenommen werden. Im Grunde ist das auch das Ziel von Georg Thomys und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Wir sehen uns als Partner im Bauwesen, um Bauprojekte durch den Dschungel des Baurechts zu geleiten, um am Ende auch tatsächlich eine Baugenehmigung erteilen zu können“, sagt der Amtsleiter. Besonders die Digitalisierung möchte Thomys vorantreiben und so sein Amt noch bürgerfreundlicher machen. Doch er ist sich auch bewusst, dass er sich ab und zu unbeliebt macht. Nämlich dann, wenn die Genehmigung lange braucht und ganz besonders dann, wenn sie gar nicht kommt.

Ein Bauantrag – viele Themen im Hintergrund

Verzögerungen treten oft bei den Arbeiten im Hintergrund auf. Denn wenn die Bauherrin oder der Bauherr ihren Antrag einreichen, geht im Amt die Prüfung los. Zum Teil müssen noch andere Behörden einbezogen werden. Das braucht dann eben seine Zeit.

So sind es letztlich zwei Bereiche, in denen das Bauordnungsamt tätig ist. Das sind die Baugenehmigungen mit all dem, was an ihnen hängen kann: Fragen zu Städtebau, Umweltrecht, Immissionsschutz, Artenschutz, Denkmalrecht, Straßenrecht, Wasserrecht, Luftrecht und noch manches mehr. Und das ist die „reaktive“ Gefahrenabwehr, wenn also nachträglich Missstände und Gefahren bei Bauwerken entdeckt werden, deren Abstellung im öffentlichen Interesse liegt. Fehlender Brandschutz oder Standsicherheit sind hier klassische Probleme.

Vor dem Puls der Stadt

Zwei weitere Gründe hat Georg Thomys, warum er die Arbeit im Bauordnungsamt eben gerade nicht dröge findet: „Man bekommt dort den gesamten Querschnitt durch alle Belange und alle Bevölkerungsgruppen einer Stadt direkt mit.“ Wer auch immer bauen möchte, muss sich an das Bauordnungsamt wenden und bringt dort seine Wünsche und Bedürfnisse vor. So bekommt man in dem Amt auch besonders früh mit, was in der Stadt geplant ist und wie sie sich verändern könnte. „Auf diese Art sind wir also immer am oder sogar vor dem ‚Puls der Stadt‘.“

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