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Impuls für eine lebendige Innenstadt: Karl-Marx-Platz wird neugestaltet und soll zum sozialen Zentrum werden

Luftaufnahme von Karl-Marx-Platz in Witten mit Blick über Weichenwerk

Planungsentwurf Karl-Marx-Platz

Eine Kita mit 75 Plätzen, 28 neue Wohnungen, davon 12 für Studierende, und ein begrünter, umgestalteter Platz: Der Karl-Marx-Platz in Witten soll ein deutlich anderes Gesicht bekommen. Seit Anfang April ist klar: Das Land Nordrhein-Westfalen fördert dieses Vorhaben mit gut zwei Millionen Euro. Die Arbeiten sollen Mitte 2022 beginnen. „Wir werden den Platz in den nächsten Jahren deutlich aufwerten“, freut sich Bürgermeister Lars König.

Ein Ort, an dem man gerne verweilt

„Der Karl-Marx-Platz wird am Ende viel mehr Aufenthaltsqualität bieten und damit zu einem neuen Quartiersmittelpunkt für Jung und Alt werden“, sagt Stadtbaurat Stefan Rommelfanger. Die Grünflächen werden größer, es soll eine Fläche für Freizeitaktivitäten wie Boule entstehen und auch Raum beispielsweise für Nachbarschaftsfeste. Dafür ist sogar ein Strom- und Wasseranschluss auf dem Platz vorgesehen. Außerdem wird es mehr Sitzgelegenheiten, zum Teil in Kombination mit Hochbeeten, geben.

Anpassung an den Verkehr der Zukunft

Zudem werden sichere Stellplätze für Fahrräder sowie unterirdische Abfallcontainer eingerichtet. Dafür wird die Direktverbindung zwischen der Mozartstraße und der Gartenstraße aufgelöst, auch die Zahl der Parkplätze wird sinken. Nicht zuletzt wird die Bushaltestelle umgestaltet und in beiden Fahrtrichtungen angelegt. „Unser Ziel war es, die Verkehrsflächen zu reduzieren und dafür mehr erlebbaren Raum zu gewinnen“, erklärt Stefan Rommelfanger. „In die Planung des Platzes sind natürlich auch Ideen und Anregungen aus der Beteiligung der Bürgerschaft eingeflossen.“

Die Maßnahmen auf dem Karl-Marx-Platz finanziert die Stadt Witten aus Fördermitteln sowie einem Eigenanteil. Im März 2017 und im Februar 2018 hatten Öffentlichkeitsbeteiligungen dazu stattgefunden.

Im Rahmen der Maßnahmen wird zusätzlich die Breite Straße zwischen Karl-Marx-Platz und der Zufahrt zu Kaufland erneuert.

Für die Erneuerung der Gartenstraße und der Breiten Straße ist die Stadt Witten verpflichtet, dafür auch Straßenbaubeiträge erheben. Die zugehörigen Informationen sind ab dem 10. Mai unter www.witten.de/anliegerinfo einsehbar.

Zum Gesamtprojekt Karl-Marx-Platz gehört aber auch die Investition der Firma dekon Bau- & Immobilien-Entwicklungsgesellschaft. Sie baut direkt angrenzend an den Platz zwischen der Breiten Straße und dem Weichenwerk ein Gebäude mit einer Kita sowie 28 Wohnungen. Dazu kommen Stellplätze für Fahrräder und Autos.

Barrierefreie Kita in Innenstadtnähe

„Wir wissen, dass es rund um die Innenstadt bisher zu wenige Kita-Plätze gibt. Die 75 neuen Plätze, die hier entstehen, entspannen die Lage spürbar“, sagt Heiko Müller, Leiter der Abteilung Schule und Kindertageseinrichtungen. Die Kita soll barrierefrei werden und sich über zwei Stockwerke erstrecken, sie soll voraussichtlich im Frühjahr 2023 bezugsfertig sein. Als Träger wird der Anbieter Step Kids die Kita übernehmen.

Energieeffizientes Mehrgenerationen-Projekt

Doch das Projekt von dekon ist noch größer. 16 Wohnungen zwischen 50 und etwa 130 Quadratmetern Größe, 12 Wohnungen für Studierende sowie Stellplätze für Fahrräder und Autos (zum größten Teil für die Wohnungen und die Kita) werden entstehen. „Das ist ein sehr spannendes Projekt und ich freue mich über die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt Witten“, sagt Raoul Fischer, Geschäftsführer der dekon GmbH.

Sämtliche Wohnungen sowie die Außenanlage können barrierefrei erreicht werden. Darüber hinaus werden die Wohnungen weitgehend barrierefrei nutzbar sein. Die Bauzeit soll etwa 18 Monate betragen.

Das Gebäude ist als Mehrgenerationen-Projekt angelegt, wo von Kita-Kindern über Studierende, junge Familien bis hin zu Senioren viele Gruppen zusammen wohnen. Den aktuellen Ansprüchen entsprechend wird es energieeffizient gebaut und die Wohnungen werden mit dezentralen Lüftungsanlagen, aber beispielsweise auch Balkonen ausgestattet.

„Dieses Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich öffentliches und privates Engagement ideal ergänzen können“, lobt auch Stadtbaurat Stefan Rommelfanger die Kooperation der Stadt Witten mit der dekon GmbH und freut sich auf eine Maßnahme, von der am Ende auch die Nachbarn und die Wittenerinnen und Wittener profitieren werden.

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