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Pilzbefall: Blutbuche im Stadtpark muss fallen

Collage mit Foto des ganzen Baumes sowie Nahaufnahmen des Pilzbefalls

Wulstiger Lackporling, Brandkrustenpilz und Schmetterlingstramete: Das klingt alles sehr unangenehm. Für eine Blutbuche im Stadtpark haben sie zur Folge, dass der Baum nun gefällt werden muss. Die Pilze haben die Standfestigkeit des Baumes so sehr geschwächt, dass er zur Gefahr geworden ist, schreibt die untere Naturschutzbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises dazu. Er wird morgen, 14. Oktober, gefällt.

Wegen dieses Befalls ist der Stammfuß stark gefault. Unter Belastung, zum Beispiel durch einen Sturm, könnte der Baum umstürzen. Bis zum August war die Blutbuche als Naturdenkmal geführt, wegen der Erkrankung hatte sie diesen Status verloren. Der Naturschutzbeirat des EN-Kreises wurde in der Sitzung am 24. August 2021 darüber informiert.

Über 100 Jahre alt, über 5 Meter Stammumfang – und zur Gefahr geworden

Die Blutbuche (Fagus sylvatica Purpurea) ist etwa 120 Jahre alt und mit dem Stammumfang vom 5,20 Metern durchaus beeindruckend. Derzeit ist sie noch voll belaubt, was sie von Stürmen noch stärker angreifbar macht. Die fehlende Stabilität gefährdet nicht zuletzt potentiell auch die Menschen, die sich unter dem Baum aufhalten. Die Jahreszeit ist auch deshalb günstig für die Fällung, weil keine Vögel mehr darin nisten und Fledermäuse noch nicht ihr finales Winterquartier gesucht haben.

Stabilität mehrmals geprüft

Der Baum wurde bisher jährlich von der unteren Naturschutzbehörde, angesiedelt beim Ennepe-Ruhr-Kreis, kontrolliert. Aufgrund des Pilzbefalls hatte die Behörde an dem Baum im Jahr 2004 eine sogenannte Statik-integrierte messtechnische Stand- und Bruchsicherheitsprüfung durchgeführt, bei der durch Ziehen die Belastung durch einen Sturm simuliert und so die Stabilität geprüft wird. Im Jahr 2008 wurde ein Fachgutachten über den Gesundheitszustand der Buche in Auftrag gegeben. Bei beiden Untersuchungen hatte es keine Bedenken bezüglich der Stand- und Bruchsicherheit gegeben.

Seither aber haben der wulstige Lackporling, der Brandkrustenpilz und die Schmetterlingstramete so gewütet, dass der Baum nicht mehr zu halten ist.

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