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„upside down“ und „Zusammenhängend“: Stähli und Schuler stellen im Märkischen Museum aus – Vernissage am Freitag

Alf Schuler, weißer Raum, Installation

 Farb- und Lichtinstallationen

Kunst-Liebhaber*innen sind am Freitag (13. Mai) um 19 Uhr herzlich zur Doppel-Vernissage von „upside down“ und „Zusammenhängend“ eingeladen. Danach können Kunst-Fans mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr die Werke des Bildhauers Alf Schuler und der Malerin Susanne Stähli genießen: im Märkischen Museum, Husemannstraße 12. Eintritt: Kostenlos kommt man dort auf seine Kosten!

Alf Schuler: „Zusammenhängend“ ist bis 25. September zu sehen

Das Märkische Museum Witten präsentiert eine Einzelausstellung des Bildhauers Alf Schuler (*1945 in Berchtesgaden). Die Ausstellung „Zusammenhängend“ verschafft durch zentrale Werke und Installationen einen konzentrierten Blick auf sein zeitloses künstlerisches Schaffen. 

Die Grundlage von Schulers künstlerischer Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit physikalischen Phänomenen. Aus industriell gefertigten Materialien schafft er raumgreifende, geo- und stereometrische Installationen, Skulpturen und Wandarbeiten. Es sind teilweise fragile Konstellationen, die er mit Hilfe von Stahlbändern, Eisenrohren, Seilen und Schnüren konzentriert erschafft.

Ein Alleinstellungsmerkmal und tragender Gedanke in seiner Arbeit ist die Herausstellung von Dualität. Seine Werke können tatsächlich nur durch eine disziplinierte Austarierung von Materialen miteinander entstehen. Dieser Prozess und die fragile Abhängigkeit der Elemente sind im fertigen Werk sichtbar und leben von der Gegensätzlichkeit, die einander braucht. Schwer und leicht, stabil und labil, Spannung und Entspannung sind entscheidend und werden dem Betrachter vor Augen geführt.

Schuler verfolgt in seinem Schaffen einen konkret-minimalistischen Ansatz, der konsequent auf grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse für das künstlerische Arbeiten verweist. Linie, Fläche, Form, Farbe, Rhythmus und Progression sind Akteure im Kunstwerk und werden Ausdruck des menschlichen Denkens. Das, was zu sehen ist, ist auch gemeint. Aber er legt es poetisch an. Ein Ergebnis seiner Präzision, die er nach Beendigung seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg entwickelt hat. Konsequent hat sich der Künstler mit diesen Themen nach Beendigung seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg auseinandergesetzt.

Im Märkischen Museum Witten hat er bereits 2017 im Rahmen der Gruppenausstellung „konkret / konstruktiv“ ausgestellt. Schon damals wurde klar, dass Alf Schuler aufgrund seines beachtlichen Lebenswerkes als Künstler auch mit einer Einzelausstellung gewürdigt werden soll.  

Neben vielen großen Ausstellungsprojekten, z.B. der Einzelausstellung im Museum Folkwang in Essen, ist vor allem seine Teilnahme an der documenta 6 und 8 zu nennen. Zudem war Schuler bis 2010 Professor an der Kunsthochschule in Kassel.

Susanne Stähli: „upside-down“ läuft bis April 2023

Die Malerin Susanne Stähli (*1959 in München) ist neben ihrer Malerei auch für ihre sinnlichen Farb- und Lichtinstallationen bekannt: Fenster und lichtdurchflutete Architekturen sind die Träger ihrer farbanalytischen und Atmosphäre stiftenden Arbeiten.

Für Märkische Museum hat die in Witten lebende Künstlerin eine begeh- und erlebbare Farbinstallation erschaffen: „upside-down“ ist der bezeichnende Titel für das Werk mit dieser Geschichte: 2019 wurde ein Aufzug im Sammlungsbereich des Märkischen Museums eingebaut, der die untere Ausstellungsfläche mit der Empore verbindet und somit einen barrierefreien Zugang gewährleistet. Dieser funktionale Körper im Raum interessierte die Künstlerin und wurde für ein Farbinstallationskonzept auserkoren, um den besonderen skulpturalen Charakter des Aufzuges hervorzuheben.

Umgekehrt treppenartig sind farbige Folien von außen an den Körper angebracht. Durch die Überschneidung der Folien sind – je nach Blick und Perspektive des Standortes – unterschiedliche Farbeffekte zu erkennen. Die Grundfarben Rot, Orange und Violett transportieren Aktivität, Dynamik und Bewegung. Die „Skulptur“ scheint zu schwingen. Stähli: „Spannend ist das Erlebnis, eine Fahrt durch die Farbe zu unternehmen und neue Perspektiven zu erleben. Das Museum wird durch den Filter zum Farbraum, der sich stetig verändert.“  Eingeladen zu „upside-down“ sind die Besucher*innen des Museums bis April 2023.

Öffnungszeiten des Museums

Der Eintritt ins Museum ist kostenlos. Öffnungszeiten des Märkischen Museums: mittwochs bis sonntags von 12 bis18 Uhr. Über die aktuellen Zugangsregelungen des Märkischen Museums kann man sich auf der Homepage oder über die Social Media-Kanäle informieren. Im Gebäude des Märkischen Museums und während der Veranstaltungen gelten Maskenpflicht (medizinische oder FFP2-Maske) sowie die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

 

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