News Einzelansicht  - Stadt Witten

Besuchen Sie die neuen Ausstellungen im Museum!

Archivfotos Kneipennacht: Jörg Fruck

10. Wittener Kneipennacht am 20. Oktober

Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

Rathaussanierung

„Da is wat“: Wittener/innen können jetzt „Mängelmelder“ sein

Einmaliger Zeugniswert : Die Gewölbe und Überreste der technischen Anlagen, darunter Puddel- und Flammöfen. Foto Jörg Fruck

Spektakuläres Industriedenkmal: LWL-Archäologen dokumentieren europaweit einzigartige Hüttenwerke

Rathaus und Service

Unternehmensbefragung liefert „großes Blutbild“ für den Standort Witten

Das FEZ war Veranstaltungsort von "Wirtschaft in Witten 2030" (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Vor zwei Jahren hat Bürgermeisterin und Wirtschaftsförderungsdezernentin Sonja Leidemann die städtische Wirtschaftsförderung neu organisiert: Gegründet wurde das Amt für Bodenmanagement und Wirtschaftsförderung, das dieser Tage unter anderem für die Entwicklung der Brachfläche „Drei Könige“ zur Gewerbefläche verantwortlich zeichnet. Mit archäologischen „Hürden“, aber ganz im Sinne der Gewerbeflächenbedarfe am Wirtschaftsstandort Witten.

Um die städtische Wirtschaftsförderung zukunftsfähig aufzustellen, hat das Amt im Februar eine Befragung von mehr als 1000 Wittener Unternehmen beauftragt – „denn für ein zukunftsorientiertes Wirtschaftskonzept brauchen wir Ihr Wissen und  Ihre Unterstützung“, betonte Leidemann am Mittwochabend, 21. März, bei einer Veranstaltung, die unter anderem die Ergebnisse der Befragung präsentierte.

Titel der Impulsveranstaltung mit abschließender Podiumsdiskussion im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ): „Wirtschaft in Witten 2030“. Ziel: Herausfinden, wo die Stadt Witten als Wirtschaftsstandort steht, wie die Wittener Unternehmen den Wirtschaftsstandort beurteilen und welche Handlungsfelder sich für die Wirtschaftsförderung ergeben.

Perspektiven statt Statik: Befragung zeigt Sicht der Unternehmen

„Wir haben ungefähr ein Dreivierteljahr miteinander diskutiert und überlegt, ob wir zu den Zukunftsfragen ein Papier verfassen“, so Leidemann. „Aber wir wollten kein statisches Gebilde, das nur den Ist-Zustand abbildet, sondern wir wollten Perspektiven entwickeln.“ Über die Befragung der Unternehmen wolle man ein noch klareres Verständnis für die Stärken und Schwächen des (Wirtschafts-) Standortes Witten gewinnen. Im Herbst, stellte Leidemann in Aussicht, wolle man eine weitere Veranstaltung planen, um die Handlungsfelder für die Wirtschaftsförderung noch präziser zu beschreiben.

Der Mittwochabend stand nun zunächst im Zeichen der ersten Befragungserkenntnisse, präsentiert von Jörg Lennardt von der Dortmunder Firma Moduldrei Standortstrategie GmbH. Erste Feststellung: Eine Beteiligung von rund einem Fünftel der angeschriebenen Unternehmen sei für eine Kommune durchaus ein guter Wert!

Die vollständige Präsentation der Zahlen und Inhalte findet man hier.

Die Erkenntnisse verglich Stefan Postert (IHK) bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit einem „großen Blutbild“ das zeige, dass der „Patient Witten“ insgesamt gesund sei. Mit ein paar Mangelerscheinungen (Flächen- und Nachwuchsbedarfe und eine hohe Gewerbesteuer), dafür aber mit einer permanenten Frischzellenkur durch die Universität Witten / Herdecke und vor allem mit einem starken Rückgrat: der Standorttreue der Wittener Unternehmen. Ein kleines „Faceliftig“, so Postert, könne aber nicht schaden – womit ein Schärfen des Standortprofils gemeint war. In diesen Punkten war sich das Podium (Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Mathias Hillbrandt von der IG Metall, Dirk Erlhöfer vom Arbeitgeberverband Ruhr Lippe e.V. und Universitätspräsident Prof. Martin Butzlaff) einig. Erlhöfer führte als langjähriger Wittener aus: „Witten hat einen einzigartigen Branchenmix, es ist ein Standort für Arbeiten und Wohnen, die Uni bringt ein ganz positives Flair, und die Stadt hat eine Größe, in der man ein gemeinsames Gestalten der Zukunft hinkriegen kann.“

Hier noch einmal der ausführliche Link zur Präsentation: https://www.witten.de/wirtschaftsstandort/wirtschaftsfoerderung/unternehmensbefragung/

Wirtschaftsförderung hat sich schon auf den Weg gemacht

Anja Reinken, Leiterin des Amtes für Bodenmanagement und Wirtschaftsförderung, resümierte unmittelbar nach der Veranstaltung: „Die Befragung bestätigt viele unserer Vermutungen, zeigt aber nicht nur unbearbeitete Felder. Zu den Themen Gewerbeflächenentwicklung und persönliche Betreuung von Unternehmen hatten wir uns schon vor der Befragung auf den Weg gemacht.“ So werde gerade nicht nur die Fläche „Drei Könige“ entwickelt, sondern ihr Amt habe auch beauftragt, dass eine Erhebung aller Gewerbeflächenpotenziale erfolgt. Es geht sogar noch einen Schritt weiter: Ziel ist eine Betrachtung der bereits gewerblich genutzten Flächen mit der Fragestellung, wie sie optimaler genutzt werden könn(t)en.

Zweites wichtiges Handlungsfeld sei eine klare Ansprechbarkeit der Verwaltung für Unternehmer/innen. Hierfür gibt es seit August 2017 zwei so genannte „Standortlotsen“ im Amt. Reinken erklärt: „Ziel der Standortlotsen ist,  Ihnen als Unternehmen den Weg in die Verwaltung und die Institutionen zu ebnen.” Mit Nicole Günther (Tel. 581-6264) und Bernd Dinkloh (Tel. 581-6263) haben zwei Menschen diese Aufgabe übernommen, die sich sehr darauf freuen, für Wittener Unternehmer – oder solche, die es noch werden wollen – die Dienstleister vor Ort zu sein. Damit Anliegen nicht nur während der Geschäftszeiten der Verwaltung an die Standortlotsen heran getragen werden können, sondern auch zu späteren Arbeitszeiten der Unternehmen, ist ein Anrufbeantworter eingerichtet worden: erreichbar über Tel. (02302) 581- 6200. Wer dort eine Nachricht mitsamt Namen und Telefonnummer hinterlässt, erreicht also auch auf diesem Wege die Standortlotsen – und kommt an die Informationen, die er braucht.

)

Veranstaltungen

Lade Kalender...

Direkt gefunden