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10 Jahre Equal-Pay-Day: Infostand mit Sektausschank an der Stadtgalerie

Am 18. März (Samstag) ist wieder Equal Pay Day. Es ist rechnerisch der Tag im Jahr, bis zu dem Männer vollkommen unentgeltlich arbeiten müssten, um im selben Job für dieselbe Leistung genauso schlecht entlohnt zu werden, wie Frauen. Wittens Gleichstellungsbeauftragte Cornelia Prill und der Sozialverband Deutschland richten dann von 11 bis ca. 13 Uhr an der Stadtgalerie einen Infostand mit Sektausschank nur für Frauen ein: „Sekt statt Selters – denn Frauen verdienen mehr als sie bekommen!“ lautet dabei das Motto.

Männer sind dort auch willkommen, müssen sich aber mit Wasser bescheiden. Das hält den stellvertretenden Bürgermeister Lars König nicht davon ab, die Aktion tatkräftig zu unterstützen - weil er es einsieht: "Die Forderung nach gleicher Bezahlung im gleichen Job und bei gleicher Leistung ist absolut gerechtfertigt und muss eine Selbstverständlichkeit werden!"  Denn im Berufsalltag zähle nur die Leistung. Diese sei fair zu entlohnen, das Geschlecht dürfe dabei keine Rolle spielen, versichert Lars König.

Seite an Seite

„Doch die Realität sieht anders aus, darauf wollen wir am Equal Pay Day Seite an Seite aufmerksam machen“, stellt die Gleichstellungsbeauftragte nüchtern fest. Obwohl der Grundsatz ‚Gleiches Entgelt für Männer und Frauen bei gleicher und gleichwertiger Arbeit‘ nicht nur im EU-Vertrag, sondern auch im Artikel 3 des Grundgesetzes verankert sei, verdienen Frauen in Deutschland - bei gleichwertiger Tätigkeit - durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer, in Führungspositionen sei das Missverhältnis mit über 30 Prozent noch deutlich krasser.

Weil das nicht für immer so bleiben kann, hat der Verein „Business and Professional Women Germany e. V.“ die bundesweite Kampagne zum Equal Pay Day vor genau zehn Jahren ins Leben gerufen. Sie wird vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Jugend und Senioren (BMFSFJ) gefördert.

Ins Gespräch kommen

Der Equal Pay Day 2017 schaut auf das zurück, was bisher erreicht wurde und fragt, was noch alles zu tun ist, um die Lohnlücke nachhaltig zu schließen. Darüber möchten Cornelia Prill und Lars König mit den Bürgerinnen und Bürgern an ihrem Infostand sprechen. „Mit Männern, die uns glaubhaft unterstützen, stoßen wir am Ende vielleicht doch noch mit einem Sekt an“, schmunzelt Cornelia Prill.

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