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eCarSharing: Verwaltung „teilt“ zwei eDienstwagen nach Feierabend mit den Bürger/innen

eCarSharing gibt's jetzt auch in Witten (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Stadtbaurat Stefan Rommelfanger, städtische Klimaschutzmanagerin Sonja Eisenmann, Andreas Schumski (Geschäftsführer Stadtwerke), Markus Borgiel (Prokurist, Beschaffung und Vertrieb, Stadtwerke), Lothar Stanka (Vertriebsleiter eMobility, innogy SE), Christian Uhlich (Kommunikation eMobility, innogy SE). Foto: Jörg Fruck

Großer Auftrieb für das wichtiges Zukunftsthema  „Elektromobilität“ (kurz eMobilität) war am Mittwochmittag, 21. November, auf dem Platz der Gedächtniskirche zu sehen: Fotografen und Redakteure richteten ihr Augenmerk nicht nur auf sieben Akteure, sondern auch auf die nagelneue eLadesäule und zwei eFahrzeuge, die an der Ecke Uthmannstraße/Beethovenstraße standen.

Gemeinsam stellten Stadtverwaltung, Stadtwerke Witten und die Firma innogy ein besonderes Angebot vor, das seit Jahresbeginn in Planung war: Zwei eFahrzeuge können in Kürze nicht nur während der Verwaltungszeiten von den Mitarbeitenden genutzt werden – sie stehen nach Dienstschluss auch den Wittenerinnen und Wittener zur Verfügung: eins am Standort „Platz der Gedächtniskirche“ und eins an der eLadesäule unweit des Technischen Rathauses in Annen (Annenstraße, gegenüber der QuaBeD). Die Anmeldung ist kostenfrei, dafür gibt es keine Grundgebühr. Im Preismodell pay as you drive zahlt der Ausleihende dann 45 Cent je Kilometer.

Ökostrom und Ladeinfrastruktur der Stadtwerke bereiten den Weg

„Mit unserem Angebot wollen wir das wichtige Thema eMobilität nach vorne bringen“, erklärte Bürgermeisterin Sonja Leidemann. Stadtbaurat Stefan Rommelfanger fügte hinzu: „Da Verwaltung und Stadtrat die eMobilität als zentrale Aufgabe sehen, wollen wir das Thema nicht nur konzeptionell unterstützen. Wir wollen auch Vorbild sein: Indem wir die Dienstfahrzeuge mit den Wittener/innen ‚teilen‘ und sie für diese Idee gewinnen.“ Wittens Klimaschutzmanagerin Sonja Eisenmann erläuterte, wie das geht: „Im Intranet der Stadtverwaltung gibt es schon lange ein internes System, über das Dienstfahrten gebucht werden. Jetzt stehen auch zwei eAutos zur Verfügung, die vorrangig genutzt werden sollen. Außerhalb der Verwaltungszeiten können die beiden Renault Zoe dann über die Plattform von innogy von den Wittener/innen gebucht werden.“

Für den Kooperationspartner Stadtwerke Witten ist eMobilität ebenfalls bedeutsam: „Das Thema wird in nächster Zeit weiter wachsen“, weiß Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Schumski, „und das meint nicht nur die eAutos, sondern alle Arten der eMobilität.“ Keine Frage, dass es auch ein wichtiges Geschäftsfeld für die Stadtwerke sei. Sie kümmern sich deshalb intensiv um den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Witten. „In Kürze bekommen wir noch weitere Ladestationen“, sagt Markus Borgiel (Stadtwerke-Prokurist, Beschaffung und Vertrieb). Und natürlich speisen die Stadtwerke ihre eLadesäulen mit Ökostrom.

Die Stadtwerke erweitern in diesem Jahr die verfügbaren eLadesäulen von zwei auf elf. Aktuell gibt es Ladesäulen an den folgenden Standorten: Heilenstraße 9, Annenstraße 127, am Saalbau, auf dem Besucherparkplatz der Stadtwerke Witten, auf dem Platz der Gedächtniskirche, Alfred-Herrhausen-Straße 50 und Bebbelsdorf 89. Geplant sind zudem Ladesäulen in der Meesmannstraße 47, Bergerstraße 20, am Schwanenmarkt und Am Humboldtplatz. Damit stellen die Stadtwerke mehr als 22 Ladepunkte in Witten zur Verfügung. Die genauen Standorte der eLadesäulen sind auf www.stadtwerke-witten.de zu finden.

Nutzungszeiten und Anmeldung für die eCarSharing-Fahrzeuge

Damit die eDienstwagen der  Verwaltung zu keiner Zeit ungenutzt bleiben, stellt die Stadt die Wagen für private Fahrten zur Verfügung. Kunden, die sich bereits registriert haben, können die beiden eCarSharing-Fahrzeuge zu den folgenden Zeiten nutzen: Mo-Do ab 18 Uhr bis 7 Uhr am Folgetag; Fr: ab 13.30 Uhr bis Mo 7  Uhr.

Und so funktioniert das eCarSharing: Man meldet sich online unter ecarsharing.innogy.com an, erhält online das Vertragsformular, druckt und füllt es aus, unterschreibt an drei Stellen. Dann geht man  mit Vertrag, Führerschein und Personalausweis zum Kundenzentrum Impuls, zu den Stadtwerken Witten oder zur VHS, wo Mitarbeitende alle drei Dokumente einscannen, die eCS-Kundenkarte aushändigen und die Kartennummer auf dem Vertrag vermerken. Die Scans der drei Dokumente übermittelt der Mitarbeitende an ecarsharing(at)innogy.com, und nach der Freischaltung bekommt der Kunde eine Bestätigungsmail von innogy. Los geht’s!

Wechselstrom (AC)-Laden an Stadtwerke-Witten-Ladesäulen sowie den beiden neuen Ladeboxen und an allen gängigen Ladesäulen erfolgt mit dem im Auto befindlichen Typ-2-Kabel. Das Fahrzeug lädt rund 22 kW/h. Von ganz leer bis ganz voll dauert es rund 1,7 Stunden. Eine Inspektion erfolgt nach 30.000 Kilometern, darum kümmert sich innogy. Und auch das gehört zum Service: Sollte ein Fahrzeug für mehr als 2 Tage ausfallen, stellt innogy ein Ersatzfahrzeug bereit.

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