News Einzelansicht  - Stadt Witten

Fast 200.000 Euro für Stärkung der Innenstadt

Blick in Wittener Bahnhofstraße

Wie machen und erhalten wir die Wittener Innenstadt attraktiv für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Gewerbetreibende und den Einzelhandel? Die Einschränkungen in der Corona-Krise und die Schließung von Kaufhof haben die Stadt zusätzlich herausgefordert. Die Stadt Witten arbeitet dagegen, unter anderem mit einem Zentrenmanagement. Die Bemühungen werden jetzt vom Land Nordrhein-Westfalen mit 198.000 Euro Förderung unterstützt.

Das Geld stammt aus dem „Sofortprogramm Innenstadt“ vom Land NRW und dem Bauministerium von Ina Scharrenbach, für das sich die Stadt Witten erfolgreich beworben hat. Ein Teil der Summe wird in eine immobilienwirtschaftliche Beratung fließen, die vor allem für gemeinsame Planungen mit dem Eigentümer der Kaufhof-Immobilie und weitere Immobilien genutzt werden soll. Ein weiterer Teil des Geldes wird in eine Studie über die Neuordnung der Einzelhandelszone und mögliche Handlungsempfehlungen für ihre Belebung fließen. Schließlich soll das neue Quartiersmanagement um eine Person ergänzt werden, die als Zentrenmanager Ansprechpartner speziell für die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler sowie die Eigentümer, Investoren und Betreiber sein soll. Diese Person soll zudem dabei unterstützen, die Konzepte umzusetzen und dabei helfen, mit Aktionen gerade auch in der Übergangszeit die Anziehungskraft der Innenstadt zu stärken.

Bereits gestartete Initiativen werden gestärkt

„Das Geld kommt genau zur richtigen Zeit und erweitert unsere Handlungsmöglichkeiten“, freut sich Stadtbaurat Stefan Rommelfanger. Der Förderantrag basiert zum Teil auf den Projekten und Initiativen, die die Stadt Witten rund um das vom Rat der Stadt Witten beschlossene integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt zum Beispiel in den Bereichen Wohnen, Bildung, Kultur und Mobilität bereits gestartet hat. Zugleich ergibt sich nun die Möglichkeit, die Situation noch genauer zu analysieren und neue Konzepte zu entwickeln. Sind unsere Handelslagen noch zeitgemäß? Welche Angebote brauchen wir? Brauchen wir noch mehr Konzentration? Und was können wir kurzfristig tun?

Stadt als Impulsgeber

Für einen Erfolg wird es natürlich alle Akteure brauchen: die Stadtverwaltung, aber auch Eigentümer, Gewerbetreibende und sonstige Standort- und Kultur-Initiativen. „Die Stadt Witten kann und will Impulsgeber sein, gleichzeitig müssen alle an einem Strang ziehen“, sagt Stefan Rommelfanger. Dafür will die Stadt die privaten Akteure kontaktieren und in die Planungen einbeziehen. Innerhalb der Stadtverwaltung hat die Kooperation bereits gut geklappt. Zwar hat offiziell das Planungsamt den Förderantrag gestellt. Der Antrag fußt aber auf der Zusammenarbeit der Bereiche Stadterneuerung und Klimaschutz, Wirtschaftsförderung, Kultur, Gesundheitswirtschaft und Universitätsentwicklung, Planung und Stadtentwicklung. Ziel war, die guten Ideen und Ansätze aus all den Handlungsfeldern zu bündeln, die dazu beitragen, die Menschen in die Wittener Innenstadt einzuladen und diese nachhaltig zu beleben. „Diese Förderzusage ist ein gemeinsamer Erfolg verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung“, lobt Stefan Rommelfanger.

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