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Feuerwehr muss lüften: Defekte Batterien verströmen beißenden Geruch im Rathaus

Foto: Jörg Fruck

Viele Rathausbesucher werden sich am Dienstagmorgen (10.9.) über einen unangenehmen Geruch im Rathaus gewundert haben. Ausgelöst wurde dieser durch defekte Batterien im Serverraum der EDV.

Hausmeisterin Ana Hünneke hatte den Geruch am Montagabend gegen 20 Uhr bei einem Rundgang bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Ein Löschzug, der von einem Rettungswagen begleitet wurde, rückte an, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Ursache war schnell gefunden: Der Geruch  ging von defekten Notstrom-Batterien aus, die den Server der Stadt im Falle eines Stromausfalles eine Stunde lang mit Energie versorgen können. 40 Stück davon stehen hintereinandergeschaltet (insgesamt 480 Volt) in einem Schrank etwa von der Größe eines Kühlschranks. Fünf Batterien waren aufgebläht und drohten zu platzen. Die Feuerwehr klemmte die Batterien ab, damit sie sich abkühlen konnten. So war die Gefahr, dass größere Mengen Säure in dem Raum freigesetzt werden, schnell gebannt. Brandwachen beobachteten die Batterien aber sicherheitshalber noch bis morgens gegen 7 Uhr. Ebenso lange lief auch noch der Hochleistungslüfter der Feuerwehr, der den Gestank so gut es ging aus dem Gebäude blies.

Keine Gefahr für die Gesundheit

Trotzdem war der Geruch nach Batteriesäure auch am Dienstagmorgen noch deutlich wahrzunehmen. Unangenehm, aber unbedenklich. Nicht ganz ungefährlich war dagegen am Abend zuvor, was man nicht riechen konnte: Die Feuerwehr hatte in dem betroffenen Raum eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in der Luft gemessen. Verletzt wurde niemand: Feuerwehrleute tragen bei ihren Einsätzen vorsorglich Atemschutzgeräte, und bei abschließenden Messungen am Morgen bewegten sich alle Werte  wieder im Normbereich. Was wohl noch eine Weile bleibt ist der Gestank, der aber keine Gefahr für die Gesundheit darstellt.

Warum sich die Batterien aufgebläht hatten, ist unklar. Nach Auskunft der Feuerwehr werden sie regelmäßig kontrolliert, deshalb passiere so etwas äußerst selten. Doch es bleibe immer ein Restrisiko. Jetzt muss sich die Stadt ganz schnell um neue Batterien kümmern, damit die Computer im Rathaus auch bei einem Stromausfall weiter funktionieren. „Die Feuerwehr hat einen Super-Job gemacht, und die Kollegen von den Stadtwerken waren auch hilfreich“, bedankt sich EDV-Chef Andreas Hasenberg.

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