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Gemeinsam gegen Corona

Gemeinsam gegen Corona

Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

Rathaussanierung

Flüchtlingsunterkünfte: Witten auch in Corona-Zeiten gut aufgestellt

Grafik Stadt Witten

Was machen Personen, die in einem fremden Land sind, dessen Sprache sie höchstens bruchstückhaft sprechen, in Corona-Zeiten? Die Corona-Pandemie verunsichert auch in Deutschland viele Menschen, für Geflüchtete ist die Situation derzeit besonders schwierig. Die Stadt Witten unterstützt diese Menschen deshalb noch ein wenig mehr. Die gute Nachricht: Bislang hatten wir in den Unterkünften keinen Corona-Fall. Wir arbeiten daran, dass dies auch so bleibt.

Am schwierigsten ist die Situation derzeit in der Flüchtlingsunterkunft Brauckstraße. Dort sind ca. 80 Geflüchtete auf relativ engem Raum untergebracht. An den anderen Standorten ist die Situation einfacher, weil die Bewohnerinnen und Bewohner eigene Wohnungen haben und sehr viel leichter Abstand halten können.

Unterstützung in vielen Bereichen nötig

Die erste Herausforderung: Wie informieren wir Menschen, die nur wenig oder kein Deutsch sprechen? Von Anfang an haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort in Gesprächen, aber auch mit Aushängen in verschiedenen Sprachen, in leichter Sprache sowie mit Piktogrammen versucht aufzuklären.

In der Unterkunft mussten wir einige Dinge umstellen. In der Brauckstraße werden normalerweise Küchen und sanitäre Anlagen gemeinsam genutzt. Nun hat jede Bewohnerin und jeder Bewohner eine eigene Dusche und Toilette, die Küchen werden in einer Art Schichtbetrieb genutzt. Mehrere Wohnungen werden nun für den Notfall freigehalten.

Gerade Geflüchtete haben häufig mit Behörden und Ämtern zu tun, sei es für die Aufenthaltserlaubnis, die Arbeitserlaubnis oder wegen der finanziellen Leistungen. Immer wieder sind auch Rechtsanwälte eingeschaltet. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern die Fahrten in die Stadt zu ersparen, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sie dabei unterstützt, möglichst viel davon telefonisch oder per Mail zu klären.

Folgen der Schul- und Kita-Schließungen

Eine besondere Herausforderung ist die aktuelle Lage für die 21 Kinder und Jugendlichen in der Brauckstraße. Sie können nicht mehr oder nur noch eingeschränkt in die Kita oder die Schule. Ihnen haben wir zusätzliche Spielsachen zur Verfügung gestellt, damit sie sich die Zeit leichter vertreiben können. Für die Schulkinder in der Unterkunft ist es schwierig, die Arbeitsblätter, die sie von ihren Schulen bekommen, kontinuierlich zu bearbeiten: Sie tun sich teils schwer, die Aufgaben zu verstehen, meistens können die Eltern nicht helfen, und gerade die jüngeren Schulkinder haben oft die nötigen Lernkompetenzen noch nicht entwickelt. Hier haben es die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter vor Ort übernommen, einerseits an die Aufgaben zu erinnern und andererseits auch ältere Geschwister zu motivieren, den jüngeren zu helfen.

Durch das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und die große Einsicht der Bewohnerinnen und Bewohner funktionieren die Änderungen sehr gut. Einige Frauen haben sogar Alltagsmasken für die ganze Unterkunft genäht. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir eine Infektion auch in Zukunft vermeiden können.

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