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Gewerbegebiet Drei Könige: Bespielhafte Baulandentwicklung an der Schiene

Ministerin Scharrenbach, Bürgermeisterin Leidemann und weitere Projektbeteiligte im Gruppenfoto

Ein Gewerbegebiet auf geschichtsträchtigem Boden haben Landesministerin Ina Scharrenbach und Bürgermeisterin Sonja Leidemann heute eröffnet: Das ehemalige Bahngelände „Drei Könige“.

„Brachflächen sind offene Wunden in den Herzen unserer Städte. Ihre Wiederbelebung ist ein verbindendes Ziel des Landes und der Kommunen“, sagte Ministerin Scharrenbach bei der Eröffnung des neuen Gewerbegebietes mitten in Witten, das sie als „beispielhaftes Projekt“ mit einer Urkunde auszeichnete. Sie lobte auch die gute Zusammenarbeit aller Akteure. Bürgermeisterin Sonja Leidemann betonte, wie wichtig es sei,  zukunftsorientiert zu handeln: „Brachflächen zu nutzen beugt einer weiteren Versiegelung der Landschaft vor“. Leidemann hob dabei die gute Zusammenarbeit mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft BEG hervor.

Stadtbaurat Stefan Rommelfanger führte aus, dass damit alle in den letzten 20 Jahren brach gefallenen größeren Bahnflächen in Witten erfolgreich reaktiviert werden konnten. Dabei sei das Gelände „Drei Könige“ aufgrund seiner Größe und der zentralen Lage von besonderer Bedeutung für die Stadt. Aktuell seien dort etwa 60 Prozent der Flächen verkauft - unter anderem an die Deutsche Post, die dort ein modernes Logistikzentrum ansiedeln wird. Bereits jetzt rechnet die Stadt mit etwa 200 neuen Arbeitsplätzen.

Nebenbei befindet sich dort ein archäologischer Schatz: Während der Bauarbeiten wurde ein sogenannter Puddelofen der 1855 gegründeten Steinhauser Hütte ausgegraben: "Vergleichbare Überreste solcher Anlagen gibt es in dem Umfang europaweit kaum mehr", erklärt Prof. Dr. Michael Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen. Die Fundamente wurden deshalb gesichert. Geplant ist, sie mit einem archäologischen Fenster sichtbar und zu einem Markenzeichen des neuen Gewerbegebiets zu machen.

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