News Einzelansicht  - Stadt Witten
Wir bilden aus!

Wir bilden aus!

Foto: Jörg Fruck

Märkisches Museum zeigt: Belgian Thoughts und Komplexreflex – Dem Flötmoment auf der Schliche

Service-Portal Witten

Alle Online-Dienstleistungen jetzt im Service-Portal

Ausschüsse und ihre Sitzungen in 2019

Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

Rathaussanierung

Rathaus und Service

Global gegen Gewalt an Frauen

Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch – vier Fahnen am Kornmarkt stehen seit gestern für eine globale Aktion, an der sich auch die Stadt Witten beteiligt. Der traurige Anlass: Gewalt an Frauen. Diese ist weltweit noch immer ein großes Problem und tritt auch in Witten auf – oft ungesehen, weil es hinter verschlossenen Türen passiert und mit einem Tabu belegt ist. „Deshalb ist es wichtig, dass Frauen die Hilfsangebote kennen, sich aber auch vernetzen um gemeinsam vorzugehen“, sagte Bürgermeisterin Sonja Leidemann.

Gemeinsam mit anderen Frauen aus Witten hisste Bürgermeisterin Leidemann gestern zum 15. Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen die Flaggen von Terre des Femmes, wie weltweit in zahlreichen Städten. Die Organisation Terre des Femmes hat diese Flaggen entworfen, die nun für die globale Solidarität der Frauen steht. Ebenso weltweit verwenden die Aktivist*innen die Farbe Orange, die bei den Vereinten Nationen (UNO) für den Kampf gegen Gewalt steht.

„Gewalt an Frauen betrifft nicht nur die sichtbaren Gewaltformen“, sagt Cornelia Prill, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Witten. Auch seelische Gewalt zählt dazu. Immer wieder übernehmen Männer auch die Kontrolle über das Sozialleben ihrer Frauen. „Selbst betroffene Frauen erkennen teilweise nur schwer, dass sie in einer zerstörerischen Beziehung sind“, so Cornelia Prill. Der Übergang von einer respektvollen Beziehung zu Kontrolle und physischer Gewalt ist oft ein schleichender Prozess. Zwar geht häusliche Gewalt bisweilen auch von Frauen aus, viel häufiger jedoch sind sie die Opfer. In jedem Fall gilt der Slogan, den der Runde Tisch EN gegen Häusliche Gewalt  des Ennepe-Ruhr-Kreises in diesem Jahr gewählt haben: Liebe ist #Respekt #Vertrauen #gewaltfrei

Die Aktion wird heute um 15 Uhr fortgesetzt mit einem Infostand im Eingangsbereich der Stadtgalerie Witten, Hammerstraße 9-11. Bürgermeisterin Sonja Leidemann und die Gleichstellungsstelle der Stadt Witten haben unter anderem Kontaktadressen für betroffene Frauen und geben Tipps für Menschen, die den Verdacht haben, dass in ihrem Umfeld eine Frau von Gewalt betroffen ist.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis haben vor bereits 20 Jahren Institutionen und Fachleute aus Justiz, Polizei, dem Opferschutz, den Beratungsstellen, dem Frauenhaus, der Frauenberatung, dem Gesundheitswesen und die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und der Kreisverwaltung den „Runden Tisch EN gegen Häusliche Gewalt“ initiiert. Ziel ist es, den gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern im Ennepe-Ruhr-Kreis ein sichereres Leben zu ermöglichen. Dass diese Arbeit noch immer notwendig ist, zeigen die Zahlen der Kreispolizeibehörde. In den neun Städten der Kreispolizeibehörde (zuständig für alle Städte außer Witten) sind 293 Fälle häuslicher Gewalt, 125 Wegweisungen der Gewalttätigen aus Wohnungen und 168 Vermittlungen der Betroffenen an Beratungsstellen festgehalten. Die Dunkelziffer ist unbekannt.

(  )

Veranstaltungen

Dez
MoDiMiDoFrSaSo
            01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          

Direkt gefunden