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Grundstücksmarktbericht: Immobilien sind im Preis gestiegen

Wie haben sich Umsätze und Preise auf dem Grundstücksmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis entwickelt? Wo liegt das Preisniveau? Wie hoch war die Nachfrage nach Wohnungseigentum? - Antworten auf diese Fragen liefert alle zwölf Monate der Grundstücksmarktbericht. Herausgeber ist der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten.

„Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung erwerben oder sein Traumhaus bauen möchte, sollte stets im Hinterkopf haben: Bis zum tatsächlichen Einzug muss viel Geld investiert werden. Um dieses nicht in den Sand zu setzen, lohnt es sich, den Wert der Immobilie und die Marktlage bereits zu Beginn kritisch zu prüfen“, wirbt Jürgen Wagenbach, Vorsitzender des Gutachterausschusses, für einen Blick in den jetzt veröffentlichten aktuellen Bericht. Er könne Kauf- oder Bauwilligen wichtige und dazu noch kostenfreie Anhaltspunkte liefern.

Grundlage des 80-seitigen Druckwerks sowie der neuen Boden- und Immobilienrichtwerte sind Kaufverträge, die in 2016 geschlossen und anschließend von den Notaren an den Gutachterausschuss übermittelt wurden. Berücksichtigt werden Verkäufe von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie von Eigentumswohnungen.

„Im letzten Jahr wurden 2.855 Kaufverträge eingereicht. Diese dokumentieren einen Umsatz von 669 Millionen Euro, flächenmäßig wechselten 469 Hektar den Besitzer“, nennt Wagenbach die Informationen, die wichtig sind, um die regionale Umsatz- und Preisentwicklung darstellen zu können. Im Vergleich zum Vorjahr bedeuten die Zahlen einen leichten Zuwachs bei den Verträgen (87) und ein sehr deutliches Plus beim Umsatz (171 Millionen Euro). Hintergrund: Ein hoher zweistelliger Millionenumsatz war allein mit dem Besitzerwechseln von vier Seniorenheimen und einem Krankenhaus verbunden.

Der Grundstückmarktbericht verzeichnet bei den verkauften Baugrundstücken für den individuellen Wohnungsbau im Jahresvergleich 2015/2016 einen Zuwachs von rund 40 Prozent. Kreisweit schwankten die Durchschnittspreise zwischen 169 Euro pro Quadratmeter (Breckerfeld) und 298 (Herdecke). Bodenrichtwert-Spitzenreiter im Ennepe-Ruhr-Kreis bleibt Herdecke. „Am Ahlenberg“ ist bei einer Grundstückgröße von 1.000 Quadratmetern und 360 Euro/Quadratmeter ein Preis von 360.000 Euro zu zahlen.

Auch für die Zahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser sowie der Eigentumswohnungen ist ein Anstieg zu verzeichnen. Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser betragen je nach Baujahr zwischen 202.000 und 354.000 Euro. Für eine neuerbaute, unterkellerte Doppelhaushälfte beziehungsweise ein Reihenendhaus wurden durchschnittlich 324.000 Euro Vorjahr 316.000) gezahlt.

Der mittlere Preis für Neubaueigentumswohnungen ist mit 2.720 Euro/Quadratmeter Wohnfläche bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 94 Quadratmetern erneut deutlich gestiegen. Im Vergleich zu 2015 bedeutet dies ein Plus von 210 Euro. Die Quadratmeterpreise für Altbauwohnungen sind ebenfalls gestiegen. Für Wohnungen der Baujahre 1985 bis 1994 sind im Durchschnitt 1.410 Euro/Quadratmeter Wohnfläche fällig. „Preisabweichungen nach oben oder unten ergeben sich natürlich durch Lage, Ausstattung und Alter der jeweiligen Wohnung“, macht Wagenbach deutlich. Generell gilt: Die höchsten Preise für Neubaueigentumswohnungen wurden in Herdecke erzielt.

Im Grundstücksmarktbericht sind die Angaben zu Anzahl, Umsatz und Fläche sowie die Durchschnittspreise der einzelnen Teilmärkte für den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis angegeben. Die Zahlen sind zusätzlich auch nach Gemeinden ausgewiesen. Darüber hinaus veranschaulichen Diagramme die unterschiedlichsten Sachverhalte. So hat beispielsweise beim Geldumsatz in den Teilmärkten Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und den unbebauten Grundstücken die Stadt Witten die Nase vorne und beim Wohnungseigentum sind es die Städte Herdecke und Hattingen.

Interessierte finden den aktuellen sowie ältere Grundstücksmarktberichte sowie Bodenrichtwerte auf der Internetseite www.gutachterausschuss.en-kreis.de unter dem Menüpunkt „Produkte“.

Stichwort Gutachterausschuss für Grundstückswerte

Die Mitglieder des Gutachterausschusses werden von der Bezirksregierung Arnsberg für fünf Jahre bestellt. Sie kommen vorwiegend aus den Fachbereichen Architektur, Bau- und Immobilienwirtschaft, Bankwesen, Land- und Forstwirtschaft sowie Vermessungs- und Liegenschaftswesen. Die Mitgliedschaft ist ehrenamtlich. Sitz des „Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten“ und seiner Geschäftsstelle ist Schwelm, die Geschäftsstelle ist organisatorisch in die Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises eingebunden. Vorsitzender ist Jürgen Wagenbach, Leiter der Geschäftsstelle Klaus Teunißen.

Erreichbar ist die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter 02336/93 2401, K.teunissen(at)en-kreis.de. Die Anschrift lautet: Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Hauptstraße 92, 58332 Schwelm. Der Gutachterausschuss im Internet: www.gutachterausschuss.en-kreis.de.

 

Quelle: Pressedienst EN-Kreis, Ingo Niemann (v.i.S.d.P.), Tel. (02336) 93-2062, www.en-kreis.de

 

 

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