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Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

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Horst-Schwarz-Halle vorläufig gesperrt: Gutachter muss die Standsicherheit prüfen

Die zu großen Fugen an den Betonstützen deuten auf einen ernsten Schaden hin. Foto Stadt Witten

Wegen defekter Türen an den Geräteräumen war schon seit Anfang Dezember für die Handballer des HSV Herbede in der Horst-Schwarz-Halle kein Spielbetrieb mehr möglich. Nun wurde die Halle ganz gesperrt. Nach Auskunft des städtischen Gebäudemanagements besteht möglicherweise Einsturzgefahr.

Demnach liegen seit Montag (15.01.) neue Erkenntnisse über das verwendete Baumaterial vor, die zum Anlass genommen wurden, die vorhandene Stahlbetonkonstruktion in Augenschein zu nehmen. Denn bei dem Spannbetontragwerk aus dem Jahr 1970 wurde ein sogenannter SIGMA OVAL Stahl verbaut, bei dem es vermehrt zu Spannrisskorrosionen kommt (wie z.B. bei Autobahnbrücken). Das ist lebensgefährlich: „Bei möglicher Korrosion dieses Spannstahls ist ein sofortiges Versagen des Dachtragwerks möglich", erklärt Amtsleiter Klaus Böde.

Tatsächlich sind bei der Begehung der Halle große Fugen an einigen Betonstützen aufgefallen, und am Tragwerk sind Feuchtigkeitslaufspuren sichtbar: „Eine Korrosion der Spannstähle kann deshalb nicht ausgeschlossen werden“, erklärt Böde. Nun müsse ein Gutachter prüfen, ob die Standsicherheit des Gebäudes - trotz der Schädigung – noch gewährleistet ist.

Bis zur Klärung muss die Nutzung der Halle auf unbestimmte Zeit untersagt werden, und die Handballer des  HSV Herbede müssen weiterhin auf die Hardenstein-Halle ausweichen.  

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