News Einzelansicht  - Stadt Witten

Märkisches Museum präsentiert neue Ausstellungen

Saalbaueingang. Foto Jörg Fruck

Saalbau und Haus Witten: 2017/18 gibt’s Mutiges, Modernes und magische Musik!

Cityblick. Foto Jörg Fruck

Neues Standortprofil zeigt: Witten ist Industriestandort mit hohem Innovationspotenzial

Auszählung Bundestagswahl 2013. Archivfoto Jörg Fruck

Bitte melden: 50 Wahlhelfer/innen für die Bundestagswahl fehlen noch

Auslobung Kornmarkt

Auslobung Kornmarkt

Zahlen unserer Stadt: Statistikstelle hat auch für 2017 wichtige Daten aktualisiert

Rathaus und Service

Mit einer „Zeitkapsel“ startet das Rathaus in sein neues Zeitalter

Eine Zeitkapsel für die neue Spitze des Rathausturms – das klingt futuristisch! Und das ist es auch: Es ist eine schöne Idee für die Zukunft, für das neue Zeitalter eines  Rathauses, das Schritt für Schritt saniert wird. Und zugleich ist eine Zeitkapsel eine schöne Idee mit Geschichte… Aber von vorne.

Im Internet kann man Folgendes nachlesen, wenn man  noch nie von einer Zeitkapsel gehört hat: „Eine Zeitkapsel ist ein Behälter zur Aufbewahrung von Dingen, der erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls von Personen geöffnet wird oder werden darf, mit dem Zweck, zeittypische Dinge für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren.

Die typische Zeitkapsel […] ist ein Behältnis, das beispielsweise bei einer Grundsteinlegung mit in den Grundstein eines neuen Gebäudes eingemauert wird. Auch in der Kugel von Kirchturmspitzen, dem Kirchturmknopf, werden traditionell Zeitkapseln hinterlegt. Im Gegensatz zu Grundsteinen, die selten geöffnet werden, wird bei der Renovierung von Kirchturmspitzen eine Öffnung und Schaffung meist zu einem Ereignis mit regionaler Bedeutung. Die alten Inhalte werden gerne in der Presse und den Medien präsentiert und deren Geschichte und der damalige Zeitpunkt der Legung dargestellt. Die Neulegung ist ebenso einen Bericht wert. Dabei werden die alten Inhalte mit neuen Dingen ergänzt und im Behälter verschlossen. Diese Inhalte können sein: Münzen und Geldscheine, Zeitungen des Tages, neu verfasste Chroniken und statistische Informationen der Ortschaft oder Stadt.“ (Quelle: Wikipedia)

Beim Wittener Rathausturm war es am Freitagmorgen, 11. August, so: In seine „Bekrönung“, also in das 3,70 Meter hohe oberste Element (Turmspitze) wird ein Kupferrohr gesteckt, das verlötet und gefalzt wird, und zum Kupferrohr gesellt sich eine Frischhaltedose. Warum Frischhaltedose und Kupferrohr? Weil witterungsbeständig und um den Zustrom von Sauerstoff möglichst zu reduzieren, weil der zum Zerfall von Papier führt.

Bücher, Zeitung, Kohle und andere Kohle in himmlischer Höhe

Im Kupferrohr stecken eine Tageszeitung vom 11.8.2017 und acht Geldmünzen: 1, 2, 5,10, 20, 50 Cent sowie 1 und 2 Euro. Also nicht „viel Kohle“, sondern ein paar Münzen unserer Zeit. Die Dose ist mit Büchern bestückt: mit der Kreisordnung und Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen und mit dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.

Beide Behälter schlummern jetzt – übrigens zusammen mit einem Stückchen Kohle –  im Hohlraum der Turmbekrönung, dessen oberstes Segment anschließend verlötet wird. Übrigens etwa 53 Meter oberhalb des Rathausplatzes.

Vielleicht hört und liest man dann bei der nächsten Sanierung der Turmspitze, die sich etwa 53 Meter über dem Rathausplatz in den Himmel bohrt, vom Fund der Zeitkapsel, in der Dinge gefunden werden, die man dann schon gar nicht mehr kennt…..

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