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Rathaus und Service

Sonja Leidemann besucht quaz.ruhr: Einrichtung zieht positive Bilanz - auch 30 Wittener nutzen ihre Chance

Foto Frank Dieper

Stadtspitzen aus Bochum, Hattingen, Herne und Witten besuchten am Donnerstag (8.3.) das Regionale Sprach- und Schulungszentrum für Geflüchtete und Zugewanderte quaz.ruhr auf dem ehemaligen Opelgelände in Bochum Langendreer. Die seit einem halben Jahr bestehende Einrichtung zog jetzt eine erste Bilanz.

Im quaz.ruhr lernen 250 Flüchtlinge und Zugewanderte Deutsch und arbeiten in unterschiedlichen Bereichen an der Verbesserung ihrer beruflichen Chancen. Darunter auch rund 30 anerkannte Asylbewerber aus Witten, denen das Jobcenter EN diese Möglichkeit eröffnet. Denn die sprachliche Verständigung ist der Schlüssel, in der neuen Heimat wirklich anzukommen.

Anforderungen des Arbeitsmarktes

Die Wittener Bürgermeisterin Sonja Leidemann betonte anlässlich ihres Besuches im quaz.ruhr: „Unsere Unternehmen brauchen Mitarbeitende, die den hohen Anforderungen des hiesigen Arbeitsmarktes genügen; hierzu bedarf es berufsbezogener Deutschkenntnisse und Wissen über die Arbeitsabläufe in deutschen Betrieben.“

Deshalb erhalten die Geflüchteten und Zugewanderten passend zu ihren persönlichen, sprachlichen und beruflichen Kompetenzen auch die erforderlichen Weiterbildungen, um ihre angestrebte Ausbildung, Umschulung oder Studienaufnahme verwirklichen zu können. Unterstützt werden sie dabei von einem Team von Ausbildern, Job-Coaches, Lehrkräften und Sozialpädagogen.

Positive Bilanz

Nach den Erfahrungen des ersten halben Jahres zog das quaz.ruhr“ jetzt eine positive Bilanz: „Die zur Verfügung stehenden rund 250 Qualifizierungsplätze waren in allen Bereichen zu hundert Prozent belegt, der Integrationswert des quaz.ruhr ist hoch.“ Auch die Zusammenarbeit von Vermittlern, Job-Coaches, Sozialarbeitern funktioniere gut. Die beteiligten Jobcenter und Arbeitsagenturen sehen das quaz.ruhr als optimale Ergänzung von sprachlicher wie beruflicher Förderung und Orientierung an.

Gesellschaftliches Bündnis

Das „quaz.ruhr“ wird unterstützt vom „Verein zur Unterstützung der Qualifizierung und Ausbildung von Zugewanderten“ (QuAZ). Das im März 2017 gegründete gesellschaftliche Bündnis besteht aus den Städten Bochum, Hattingen, Herne und Witten, der Bochum Perspektive 2022, den Kreishandwerkerschaften, der Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet, dem Einzelhandelsverband, der Ruhr-Universität Bochum sowie der Hochschule Bochum, der IG Metall, dem Arbeitgeberverband, der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Arbeitsgemeinschaft Bochumer Moscheen. Angeboten wird das Sprach- und Qualifizierungszentrum von einem Trägerverbund aus renommierten, regionalen Bildungsdienstleistern: der Gewerkstatt (Bochum), der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Herne, HAZ Arbeit + Zukunft e.V. (Hattingen) und der vhs Witten | Wetter | Herdecke.

as „quaz.ruhr“ wird sowohl aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit als auch aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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