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Vereinsgründung: IHK, vier Städte und weitere Akteure schließen Bündnis

Ankündigung in die Tat umgesetzt – den nächsten Schritt gemacht: Der „Verein zur Unterstützung der Qualifizierung und Ausbildung von Zugewanderten e.V.“ ist am Freitag, 3. März, offiziell gegründet worden. In den Räumen der IHK Mittleres Ruhrgebiet in Bochum unterzeichneten die Gründungsmitglieder die Vereinssatzung. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde IHK-Hauptgeschäftsführer Eric Weik gewählt, der das Bündnis initiiert hat. „Ich empfinde es als Ehre, den Vorsitz in diesem Verein zu übernehmen. Und es ist für mich selbstverständlich, dass die IHK damit auch sichtbar Verantwortung übernimmt“, so Ideengeber Weik.

Der Verein repräsentiert ein in dieser Form einmaliges gesellschaftliches Bündnis, das aus den Städten Bochum, Herne, Witten und Hattingen, der Bochum Perspektive 2022, der Kreishandwerkerschaft Ruhr, der Kreishandwerkerschaft Herne, der Ruhr-Universität Bochum, der Hochschule Bochum, der IG Metall Bochum – Herne, dem Arbeitgeberverband der Eisen- und Metallindustrie für Bochum und Umgebung e.V., dem evangelischen Kirchenkreis Bochum, dem Stadtdekanat Bochum und Wattenscheid, der Arbeitsgemeinschaft Bochumer Moscheen sowie der IHK Mittleres Ruhrgebiet besteht.

Ziel des Vereins ist es,

…im mittleren Ruhrgebiet Maßnahmen zur Qualifizierung und Ausbildung von Zugewanderten zu unterstützen. Dabei geht es um die Förderung von Integrationsmaßnahmen, die eine individuelle Ansprache und eine gute Betreuung der Zugewanderten gewährleisten, des Weiteren die sprachliche und berufliche Qualifizierungverzahnen und deren Ziel die enge Einbindung der Arbeitgeber ist. Im Erfolgsfall sollen Zugewanderten Perspektiven aufgezeigt werden, um mittelfristig am Arbeitsmarkt und damit auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. „Es war eine große Herausforderung für uns als Stadt, den Menschen, die zu uns geflüchtet sind, in kürzester Zeit ein Dach über dem Kopf zu bieten. Aber die wirkliche Aufgabe beginnt jetzt: Wir müssen diese Menschen in den Arbeitsmarkt und unsere Gesellschaft integrieren“, bilanziert Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

In einem ersten Arbeitsschritt will der neu gegründete Verein das in der Region bestehende Qualifizierungsangebot begutachten und entscheiden, welche Maßnahmen man aktiv unterstützen will. Aber: Der Verein will auch selbst Impulse setzen und neue Projekte initiieren. Dabei reicht das denkbare Spektrum der Maßnahmen von der Talentfeststellung über die Berufsvorbereitung und Teilqualifizierung bis hin zur Ausbildung, der Weiterqualifizierung oder einem Studium. „Durch das breite Bündnis, das dieser Verein repräsentiert, sind zwei Dinge in meinen Augen sichergestellt: Wir kommen weg von Insellösungen hin zu einer regionalen Strategie. Und gleichzeitig ist jede Stadt, ist jeder Partner in der Lage, Projekte auf den Weg zu bringen, die konkrete Qualifizierungsbedarfe vor Ort abdecken“, ist sich Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sicher. In der zweiten Jahreshälfte soll die Arbeit des Vereins auf diese Weise sichtbar werden. In den letzten Wochen mussten die Räte der Städte und die Gremien der anderen Partner formal die Beschlüsse zum Vereinsbeitritt fassen. Da dies bei der Ruhr-Universität Bochum erst Ende März und in Hattingen erst im April geschehen kann, haben heute nur 13 der 15 Vereinsmitglieder die Satzung unterzeichnen können. „Auch wenn wir quasi als letzter Partner dazustoßen werden, schmälert das nicht unsere Begeisterung für das Projekt“, kommentiert Hattingens Bürgermeister Dirk Glaser den Zeitverzug. Und Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann ergänzt: „Diskussion und Abstimmung im Rat der Stadt Witten haben gezeigt, dass über alle demokratischen Parteien und Wählergruppen hinweg große Hoffnungen auf den Erfolg dieses ungewöhnlichen Bündnisses gesetzt werden.“

Bündnispartner wollen passgenaue Angebote machen

Neben Eric Weik vervollständigen Bochums Sozialdezernentin Britta Anger als stellvertretende Vorsitzende, Martin Klinger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Herne, als Kassierer, sowie Pfarrerin Ursula Borchert für den evangelischen Kirchenkreis, den Vorstand.

„Ich bin sicher, dass es uns gelingen wird, die Menschen nach ihren Fähigkeiten zu fördern. Es wird keine Lösungen von der Stange, sondern individuelle, passgenaue Angebote geben. Die Unternehmer in der Region warten darauf, ihren Fachkräftebedarf auch auf diesem Wege mittelfristig befriedigen zu können“, nimmt Eric Weik alle Vereinsmitglieder in die Pflicht.

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