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Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

Rathaussanierung

Wirtschaftsförderung 4.0: Witten entwickelt Netzwerk für regionale Nachhaltigkeit

Foto von Michael Kopatz, Karin Kudla, Sonja Leidemann und Anja Reinken sowie regionalen Produkten im Vordergrund

Soziale Unternehmen, Tauschringe, regionale Produktion: Gerade die Corona-Krise hat uns deutlich aufgezeigt, wie wichtig ein solidarisches Miteinander und die Versorgungssicherheit vor Ort ist. Genau das steht auch hinter der „Wirtschaftsförderung 4.0“. Seit Kurzem kümmert sich Karin Kudla für die Stadt Witten – in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie – um diesen Teil der lokalen Wirtschaft.

Bundesweit nur vier Projektstellen für WiFö 4.0

„Mit diesem Projekt können wir viele der kleinen, spannenden Initiativen, die Witten bereits hat, noch mehr unterstützen“, freut sich Bürgermeisterin Sonja Leidemann. Sie hatte sich spontan für die Idee begeistert und das Projekt gemeinsam mit Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut nach Witten geholt. Nach dem Start des Pilotprojekts der Wirtschaftsförderung 4.0 in Osnabrück im Jahr 2018 haben nun drei weitere Städte eine solche Projektstelle bekommen: Wuppertal, Witzenhausen – und eben Witten.

„Ich bin beeindruckt, wie engagiert und kreativ die Bürgerinnen und Bürger von Witten sind“, sagt Karin Kudla. „Dabei kenne ich bestimmt noch lange nicht alle Initiativen hier in der Stadt.“ Ihre Aufgabe ist es, die Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Unternehmen, die sich auf unterschiedlichste Art für eine regionale und nachhaltige Wirtschaft einsetzen, zu fördern, zu vernetzen und zu beraten. Sie ergänzt somit die Aufgabenbereiche der „klassischen“ Wirtschaftsförderung.

Erste Ideen gibt es bereits. So könnte es einen Pop-Up-Store geben, der für einen kurzen Zeitraum regionale Produkte anbietet und so bekannt macht. Gerade aus den Bereichen Feinkost, Naturkosmetik und Handwerk können Interessenten sich noch melden. Auch eine Kartierung nachhaltiger Initiativen ist angedacht.

Lokal, nachhaltig, solidarisch

Der Begriff „Wirtschaftsförderung 4.0“ stammt von Michael Kopatz. Unter den Begriff fallen lokal ausgerichtete Unternehmen ebenso wie Repair Cafés, Tauschbörsen, Carsharing-Angebote, soziale Kaufhäuser und solidarische Landwirtschaft. Ihre Arbeit macht die lokale Wirtschaft ein wenig unabhängiger, schont Ressourcen, stärkt die Solidarität und hält nicht zuletzt die Wertschöpfung vor Ort. Sie tragen somit zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Stabilität unserer Stadt bei.

„Ich freue mich für die vielen engagierten Menschen hier in Witten, dass sie so einen Rückhalt aus der Stadtverwaltung bekommen“, sagt Michael Kopatz. „Deshalb haben wir vom Wuppertal Institut gerne diese Projektstelle nach Witten vergeben.“

Die Projektstelle „Wirtschaftsförderung 4.0“ ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Interessenten, die sich mit ihren Initiativen oder Produkten von dem Angebot angesprochen fühlen und sich einbringen möchten, können sich bei Karin Kudla unter karin.kudla(at)stadt-witten.de oder 02302 581 6267 melden.

Mehr Informationen zum Projekt unter www.witten.de/wifoeviernull.

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