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Klimamap Witten

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Gemeinsam gegen Corona

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Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

Rathaussanierung

Witten bereitet sich auf Klimawandel vor

Ausschnitt aus Klimamap Witten mit Stadtzentrum sowie seitlich Menüs

Wo sorgt der Klimawandel in Witten heute schon für Probleme? Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger in der „KlimaMap Witten“ Stellen in der Stadt melden, die schon jetzt unter Hitze, Starkregen, Stürmen oder anderem Extremwetter leiden. In dem Online-Beteiligungstool, das die Stadt Witten gemeinsam mit der Agentur K.Plan aus Bochum aufgesetzt hat, können sie zudem Verbesserungsvorschläge machen. Die Ergebnisse sollen in ein Gesamtkonzept einfließen, mit dem sich die Stadt Witten auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten will. „Wir können die Klimaerwärmung nicht mehr vollständig verhindern, aber wir können und wollen dafür sorgen, dass ihre Folgen uns in Witten nicht allzu stark treffen“, erklärt Bürgermeisterin Sonja Leidemann.

Wissen von Fachleuten und Bevölkerung fließt zusammen

Damit dies bestmöglich gelingt, trägt die Stadt das Wissen und die Erfahrungen von verschiedenen Akteuren und Gruppen zusammen. Da sind zum Einen die direkt betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die in der „KlimaMap Witten“ ihre Probleme und auch beispielsweise den Einfluss von Extremwetter auf ihre Lebensqualität schildern können. Die „KlimaMap“ funktioniert ähnlich wie der bereits bekannte Mängelmelder „Da is wat“ und ist ein halbes Jahr lang freigeschaltet.

Zweitens werden Fachleute, sowohl aus der Verwaltung als auch aus der Stadtgesellschaft, befragt. Diese Gespräche führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur K.Plan, einer Ausgründung der Ruhr-Universität Bochum.

Schließlich soll die Öffentlichkeit auch in Veranstaltungen beteiligt werden. Dort präsentiert die Agentur einerseits Zwischenergebnisse, fragt aber gleichzeitig auch die Meinung von Fachakteuren und der Bürgerinnen und Bürger ab.

Extremwetter machen nicht an Eigentumsgrenzen halt

„Starkregen, Hitze und Stürme machen nicht an Eigentumsgrenzen halt. Die Klimafolgenanpassung kann nur gemeinsam und mit einem umfassenden Konzept gelingen, das zum Beispiel auch die Verkehrswende, die Quartiersentwicklung und die emissionsarme Stadtgestaltung einbezieht“, sagt Stadtbaurat Stefan Rommelfanger.

Die Agentur K.Plan hat bereits mehrere Kommunen bei vergleichbaren Projekten betreut. Sie führt die Ergebnisse der Expertengespräche, der „KlimaMap Witten“ sowie eigener Analysen zusammen und entwickelt aus all diesen Informationen ein Klimaanpassungskonzept für Witten. Dieses enthält sowohl Vorsorgemaßnahmen als auch Notfallpläne. Das Konzept wird Handlungsempfehlungen an die Stadtverwaltung enthalten, aber auch den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern Ratschläge an die Hand geben.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert die Erstellung des Konzeptes im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

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