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ZukunftEN: Neues Konzept für Berufsbildungsmesse

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(pen). Elf Jahre lang wurde das Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr für je einen Tag zur großen Markthalle für berufliche Einstiegsmöglichkeiten – bis zur Corona-Pandemie. Nach einer digitalen Übergangslösung fanden 2021 erstmals zwei kleinere Messen im Nord- und Südkreis statt. Nun hat die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr das Konzept der Berufsbildungsmesse ZukunftEN grundlegend erneuert.

"Um Jugendliche und Unternehmen auch in Zeiten von Corona persönlich zusammen zu bringen, mussten die Verantwortlichen innerhalb kürzester Zeit kreativ werden und neue Ideen ausprobieren. Einige davon haben sich als sehr gewinnbringend erwiesen. Die perfekte Gelegenheit, um das Angebot noch weiter zu verbessern", zeichnet Landrat Olaf Schade den Weg zum neuen Konzept nach.

Für das neue Veranstaltungsformat haben die Organisatoren der EN-Agentur auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt: Was hat sich bei den vergangenen Großveranstaltungen bewährt? Was hat letztes Jahr gut funktioniert? Welche Rückmeldungen kamen von den Unternehmen, den Jugendlichen und ihren Lehrkräften?

Besonders gut kam das Buchen von Gesprächsterminen an. "Die Idee ist aus der Not heraus entstanden, um Kontakte nachverfolgen zu können und Warteschlangen zu vermeiden. Das Vorgehen hat den Gesprächen aber auch inhaltlich gut getan. Die Jugendlichen haben die Stände viel zielgerichteter besucht, die Dialoge gingen mehr in die Tiefe. Das behalten wir bei", so Messeorganisatorin Katja Kamlage von der EN-Agentur.

Positive Rückmeldungen gab es auch zum Messestandort im Nordkreis, der in vielen Fällen mit einer kürzeren Anfahrt einherging. Mit drei Terminen in drei Städten bietet die Berufsbildungsmesse dieses Jahr noch mehr örtliche Nähe. Zeiten und Schauplätze lauten:

Donnerstag, 15. September, Saalbau Witten, Dienstag, 20. September, YNS Arena Schwelm und Freitag, 30. September, LWL Industriemuseum Henrichshütte, Hattingen.

Das Busdepot der VER steht mangels Ausweichmöglichkeit für die Busse erstmals in der Geschichte der Berufsbildungsmesse nicht zur Verfügung. "Leider", bedauert VER-Geschäftsführer Peter Bökenkötter, "können wir dieses Jahr nicht als Gastgeber auftreten. Wir helfen aber wo wir können. Den Transport der Abschlussklassen übernehmen wir selbstverständlich gerne." Die Verkehrsgesellschaft ist zudem in Schwelm mit einem Messestand vertreten.

Bei der fachlichen Vorbereitung in den Schulen sind die Ausbildungsbetriebe von nun an noch enger mit eingebunden. Personalverantwortliche treffen die Jugendliche bereits vor den Messen und suchen den Dialog. Das soll die Beziehungsebene fördern und für eine Identifikation mit der Berufsbildungsmesse sorgen. Die Betriebe wirken zudem bei der Messeorganisation mit.

Zusätzlich zeigen Ausbilder und Lehrkräfte den Jugendlichen gemeinsam, wie sie aus der Vielzahl an Informationen die richtigen für sich und ihren Berufswunsch herausfiltern. So lässt sich der Informationsflut begegnen und eine informierte Wahl treffen. Die fundierten Entscheidungen sollen die Zufriedenheit erhöhen und die Zahl der Abbrüche senken.

Die EN-Agentur erwartet insgesamt über 100 ausstellende Unternehmen und etwa 4.000 Jugendliche aus den weiterführenden Schulen. "Damit bewegen wir uns wieder auf dem Niveau vor der Pandemie. Indem wir dezentral ausstellen und den Jugendlichen wieder individuelle Termine anbieten, schaffen wir dennoch die nötige Ruhe für intensive Gespräche", so Kamlage. Die Arbeitsagentur wird ebenfalls vor Ort sein. In gewohnter Weise steht sie sowohl den Jugendlichen als auch den Ausstellern beratend zur Seite.

Die Ausstellungstände werden stark nachgefragt. Indem die EN-Agentur die Hallenpläne in Witten und Hattingen kurzfristig angepasst hat, stehen in beiden Städten nun jeweils zehn weitere Plätze zur Verfügung. Die YNS Arena in Schwelm ist bereits vollständig ausgebucht. Interessierte Unternehmen sind dennoch aufgefordert, sich anzumelden oder auf die Nachrückerliste setzen zu lassen. "So bekommen wir einen Überblick über den gesamten Bedarf und können die Kapazitäten in den nächsten Jahren daran anpassen", erklärt Kamlage.

Dafür ansprechbar sind Caroline Becker, Telefon:0176/3230 5360, E-Mail: becker(at)en-agentur.de, Achim Gilfert, Telefon:0163/175 8937, sowie Tatjana Grun, E-Mail: grun(at)en-agentur.de.

Jugendliche finden schon jetzt auf www.zukunft-en.de Informationen zu den ausstellenden Firmen und Institutionen sowie Erklärvideos mit allgemeinen Tipps rund um den Bewerbungsprozess. Ab Mitte August können sie über die Webseite auch Gesprächstermine vereinbaren.

Die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH organisiert die Berufsbildungsmessen Zukunft EN im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises. Gefördert werden sie durch die Agentur für Arbeit. Zum Kreis der Unterstützer, auf die der Ennepe-Ruhr-Kreis und die EN-Agentur setzen können, zählen erneut die AVU, die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet und die IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Quelle: Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises vom 14. Juli 2022

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