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Stilisiertes Zahnrad

Galerie der Produkte: Kaufhof-Schaufenster werden bespielt

Lina Klizian "lüftete" den Vorhang des ersten Schaufenster. Foto: Jörg Fruck
Foto: Jörg Fruck
Enthüllung des Banners
Bürgermeister Lars König begrüßt.

Was passiert mit dem Kaufhof-Gebäude, was mit der Wittener Innenstadt? Vor knapp zwei Wochen gab es plötzlich wieder Aktivitäten im ehemaligen Kaufhof, seither sind die Schaufenster wieder sauber und mit Stoff verhängt. In einem ersten Schaufenster ging heute der Vorhang auf. Es war ein Auftakt, denn in den kommenden Monaten soll im Gebäude mit vielen kreativen Aktionen wieder Leben einziehen. „Mit dieser Galerie der Produkte wollen wir Menschen miteinander in Verbindung bringen, die zeigen, was hier in Witten produziert, geplant, gedacht und gemacht wird. Auf diese Weise treten wir zusammen eine kleine Reise an in die Zukunft und die Möglichkeiten dieser Stadt“, erklärt Britta Lennardt das Konzept. Sie ist urbane Kuratorin für Witten und koordiniert das Projekt.

„Eine spannende Chance, Menschen in die Stadt zu locken“

Die Kaufhof-Schließung war für Witten ein Schock, das leere Gebäude war seither ein trostloser Anblick. „Der Einzelhandel hat auch in Witten gerade durch die Corona-Pandemie stark gelitten. Die Galerie der Produkte ist nun eine spannende Chance, Menschen in die Stadt zu locken“, so Bürgermeister Lars König. Baudezernent Stefan Rommelfanger ergänzt: „Ich freue mich, wenn die Schaufenster nun wieder ein Hingucker werden und die Passantinnen und Passanten dazu animieren, über ein neues Zukunftsbild für die Bahnhofstraße und über ihre Innenstadt zu diskutieren.“

Jede und jeder kann Ideen einbringen

Wichtig sind Britta Lennardt dabei Vielfalt und Abwechslung. Ein grober Rahmen steht zwar, doch noch immer sind Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Kunst, Handel, Kultur, Bildung, Handwerk, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Nach einer Ouvertüre wird es zunächst um die Geschichte des Konsums und des Gebäudes im Speziellen gehen. Dann sollen interessante Persönlichkeiten Wittens vorgestellt werden, es soll Raum geben für lokale Produkte und Produktionen und schließlich der Blick in die Zukunft gerichtet werden.

All das soll bei den Menschen einerseits Neugier wecken, andererseits aber auch zum Nachdenken und Diskutieren anregen: Was erhoffen und erwarten sie sich von ihrer Innenstadt? Was sind sie bereit zu geben? Die Ideen und Wünsche können sie dann auf einer digitalen und einer analogen Pinnwand aufschreiben. Diese Anregungen sollen dann in ein Aktionsprogramm einfließen.

Kreative Lösungen für eine schwierige Situation gesucht

Zahlreiche Akteurinnen und Akteure unterstützen das Projekt bereits, darunter die Standortgemeinschaft Witten-Mitte. „Trotz der noch immer schwierigen Situation im Einzelhandel wollen wir nach vorne blicken und an kreativen Lösungen arbeiten“, erklären Angelika Bilow-Hafer und Armin Erftemeier ihr Engagement. „Und wir wollen den Menschen zeigen: Es gibt uns noch und mit viel Engagement erhalten wir die Innenstadt lebendig und vielfältig“, erklären die beiden für die Standortgemeinschaft.

Auch das Innenstadtbüro, erst vor wenigen Wochen eröffnet, spielt eine herausragende Rolle im Projekt. „Es geht hier um die wichtige Frage, wie sich die Wittener Innenstadt entwickeln kann und soll. Wir wollen den Menschen die Chance geben, mitzudenken und zu sagen, wie ihre Stadt in Zukunft aussehen könnte“, erklärt Alexander Kutsch vom Innenstadtbüro.

Wie geht es nun weiter?

Nach und nach werden in den Schaufenstern Vorhänge aufgehen, manchmal auch wieder zugehen. Dahinter soll immer wieder Neues, Überraschendes erscheinen. Geplant sind Portraits, Ausstellungen, Produktpräsentationen, aber auch Kunst. „Unsere Vorbereitungen haben mir wieder deutlich gemacht, welches Potential diese Stadt hat“, lobt Britta Lennardt: „Ich danke allen, die jetzt schon Zeit und Ideen eingebracht haben und freue mich auf all das, was noch kommt.“

Finanziert wird das Projekt aus dem städtischen Programm zur Stärkung der Innenstadt.

Getragen aber wird es von den Ideen und dem Engagement der Menschen in Witten.

Weitere Informationen auch auf der Seite www.galeriederprodukte.eu, die sich im Laufe des Projekts weiter füllen wird.

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