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24. Unternehmertreff: KarriereWERKSTATT macht Azubis fit für die „Welt 4.0“

Der 24. Unternehmertreff von Bürgermeisterin und Wirtschaftsförderungsdezernentin Sonja Leidemann fand statt bei der Deutsche Edelstahlwerke KarriereWERKSTATT GmbH. (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

(R)Evolution, junge Menschen, Existenzsicherung, digitalisierte Welten – hört man diese Begriffe, könnte man meinen, sei stammten aus einem Science-Fiction-Film. Tatsächlich waren es aber die zentralen Schlagworte beim 24. Wittener Unternehmertreff, der am Dienstag, 28. November, in der Deutsche Edelstahlwerke KarriereWERKSTATT GmbH in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Deutschen Edelstahlwerken stattfand. Dort begrüßte Sonja Leidemann als Schirmherrin der Veranstaltung rund 60 Wittener Unternehmer/innen (Gruppenfoto auf www.witten.de)  zu einem Abend ganz im Zeichen der Ausbildung: „Auch die Stadt Witten investiert ja viel in Kinder und Jugend – auch, damit junge Menschen einmal als wichtiger Nachwuchs in Ihre Unternehmen kommen.“

„Wir gestalten und begleiten kleine und große Karrieren“ lautet das Credo des Bildungsanbieters Karrierewerkstatt,  die als Tochter der Deutschen Edelstahlwerke und Teil der Schmolz+ Bickenbach Gruppe seit vielen Jahren als verlässlicher Bildungspartner für viele ausbildende Unternehmen in der Region gilt. Als Nachbar der Deutschen Edelstahlwerke erinnerte Karrierewerkstatt-Geschäftsführer Gunnar M. Dachrodt daran, dass der erste Unternehmertreff 2006 bei den Edelstahlwerken Witten-Krefeld stattfand. 2008 wurde dann die Karrierewerkstatt gegründet, die 2018 mit Stolz ihr zehnjähriges Firmenjubiläum feiert: inzwischen mit  50 Mitarbeitenden an den drei Standorten Witten, Siegen und Hagen.  Für insgesamt 85 Verbundpartner in der Region  – „darauf sind wir stolz!“ – biete die Karrierewerkstatt Aus- und Weiterbildung an, so Dachrodt. 722 Auszubildende lernen derzeit an den drei Standorten, darunter 327 in Witten. Schwerpunktmäßig für Metall- und Elektroberufe wie Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Elektroniker, Mechatroniker oder Maschinen- und Anlagenführer. 31 Ausbilder und zwei Sozialpädagoginnen kümmern sich darum, dass die vorwiegend jungen Menschen später mit starkem Wissen aus Theorie und Praxis in die Unternehmen eintreten. Eine spätere Führung der Unternehmer durch die Ausbildungslandschaft der Karrierewerkstatt machte deutlich:Von Fräsen und Drehen übers Schweißen bis hin zu Pneumatik und CNC-Programmierung lernen die Auszubildenden alles Wichtige und Komplexe für Ihren künftigen Beruf. Im FahrWERK, dem Schulungszentrum für Transport, zeigte eine Vorführung mit einem 75-Kilo-Holzklotz und einer Möhre als Finger-Ersatz eindringlich, was einen guten Kranführer ausmacht: Er/sie kann den an Kranseilen hängenden Holzklotz so abbremsen, dass der Klotz trotz der pendelnden Bewegung – vergleichbar mit dem Austrudeln beim Schaukeln – n i c h t gegen den an einer Box befestigten „Finger“ schlägt.

Warum gute Ausbildung so wichtig ist, unterstrich der Wittener Unternehmer und aktuelle Präsident der IHK Mittleres Ruhrgebiet, Wilfried Neuhaus-Galladé, in seinem Impulsvortrag „Welt 4.0 – IHK 4.0 – ein Plädoyer für Ausbildung“. Kurz gefasst gab er seinem Publikum mit auf den Weg: „Als Unternehmer und als IHK stehen wir  am Beginn einer neuen industriellen Revolution“, mit neuen Berufsbilder und Ausbildungsberufen. In dieser Entwicklung einer digitalisierten Welt sei qualifizierte Ausbildung „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, und jeder Unternehmer müsse sich fragen, ob er selbst genug für Nachwuchs sorge – denn andernfalls gefährde er/sie die Existenz des Unternehmens. Mit Blick auf den Gastgeber des Abends resümierte Neuhaus-Galladé: „Witten hat mit der Karrierewerkstatt eine vorbildliche Lösung für diese Herausforderungen. Nutzen Sie diesen Vorteil.“

Bei den anschließenden Rundgängen und einem Buffet im Betriebsrestaurant „Rostfrei“ bot der Abend dann Gelegenheit, sich in zwangloser Runde über Wirtschaftsthemen auszutauschen, Maßnahmen zur Stärkung des Standortes zu erörtern, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Kontakte zu vertiefen. Nähere Informationen zum Unternehmertreff gibt es unter der Rufnummer (02302) 581-6201 bei Anja Reinken, Leiterin des Wittener Amtes für Bodenmanagement und Wirtschaftsförderung.