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Städtische Ausschreibungen: Neues Tool erleichtert Firmen die Abgabe elektronischer Angebote

Rathaus Witten (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Sie ist zwar nicht neu, aber speziell für kleinere Firmen ohne passende Software manchmal noch immer eine Hürde: Die Abgabe elektronischer Angebote auf städtische Ausschreibungen. Neu ist deshalb auf den Internetseiten der Stadt Witten ein Tool für alle Anbieter: Offerte_L heißt es, und damit können Firmen so genannte GAEB-Dateien (das ist das elektronische Leistungsverzeichnis) einlesen und bearbeiten.

Das Tool mitsamt einer ausführlichen Anleitung, das Deutsche Ausschreibungsblatt mit allen laufenden Vergaben sowie die Servicenummer des städtischen Vergabeamtes findet man ab sofort auf den städtischen Internetseiten www.witten.de über den Pfad ›› Rathaus & Service ›› Verwaltung ›› Ausschreibungen – oder man klickt einfach hier.

e-Vergabe: elektronische Kommunikation ist (bzw. wird) Pflicht

Alle digitalen Ausschreibungsunterlagen erhalten Firmen kostenlos nach ebenfalls kostenloser Registrierung beim Deutschen Ausschreibungsblatt.

Seit 19. Oktober 2018 sind alle öffentlichen Auftraggeber, also auch die Stadt Witten, dazu verpflichtet, die EU-Vergabeverfahren durchgängig elektronisch durchführen. Heißt: alle Unterlagen - Angebote, Teilnahmeanträge und Interessensbestätigungen – dürfen nur noch in elektronischer Form entgegen genommen werden. Jährlich erstellt die Stadtverwaltung Witten ca. 25 EU-Verfahren. Europaweit ausgeschrieben werden muss oberhalb folgender Schwellenwerte: 5.548.000 € für Baumaßnahmen und 221.000 € für Dienst- und Lieferleistungen.

Aber auch die Vielzahl der nationalen Ausschreibungen sollte schon jetzt vollständig elektronisch abgewickelt werden. Für Liefer- und Dienstleistungen wird dies in naher Zukunft auch verpflichtend. Also: Neues Tool jetzt schon nutzen, dann ist man rechtzeitig dran gewöhnt!

e-Vergabeverfahren – was heißt das?

Schreibt die Stadt Witten eine Leistung aus, werden zunächst die Ausschreibungsunterlagen elektronisch beim Deutschen Ausschreibungsblatt veröffentlicht. Diese digitalen Ausschreibungsunterlagen erhalten Firmen kostenlos nach ebenfalls kostenloser Registrierung.

Jetzt muss die anbietende Firma auch elektronisch ihr Angebot einreichen und der Auftraggeber muss schließlich elektronisch den Zuschlag erteilen.

Längst vorbei sind also die Zeiten, wo man als Interessent sämtliche Plörren ausdruckte, ein schriftliches Angebot erstellte und in Papierform einreichte. Heute geht alles auf dem „e“-Wege, auf dem die Daten selbstverständlich verschlüsselt übermittelt werden.  Denn auch das ist Pflicht, weil sonst die Vertraulichkeit des Angebots nicht gewährleistet wäre und es von der Vergabe ausgeschlossen werden müsste.

Nicht geändert hat sich natürlich, dass das elektronische Angebot vor Ablauf der Angebotsfrist vollständig eingegangen sein muss. 

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