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Wirtschaftsförderung: Kreis und Städte fordern Gleichbehandlung

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"Wenn es darum geht, Firmen anzuwerben und vom Bleiben zu überzeugen, fehlt es dem Ennepe-Ruhr-Kreis und den neun kreisangehörigen Städten an finanziellen Möglichkeiten. Grund dafür: Der Kreis ist auf der Landkarte des regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms ein weißer Fleck. Hierdurch haben wir keinen Anspruch auf diese Form der Strukturfördermittel des Bundes. Dies muss dringend geändert werden." Diese Forderung formulieren Landrat Olaf Schade sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis in einem Schreiben an die Bundes- und Landtagsabgeordneten.

Handlungsbedarf sehen sie vor allem, weil im Gegensatz zum Ennepe-Ruhr-Kreis alle anderen benachbarten Kommunen im Ruhrgebiet sowie die Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen auf diese Mittel zugreifen können. Dies führt zu erheblichen Nachteilen im Wettbewerb um Unternehmen. Der Kreis ist Stand heute von Städten umgeben, die dank der Strukturfördermittel die Chance haben, Firmen finanzielle Angebote zu machen.

"In vielen Bereichen der Wirtschaftsförderung stellt sich das Ruhrgebiet gemeinsam auf. Dann sollte das Ruhrgebiet auch einheitlich behandelt werden. Es ist nicht verständlich, warum wir als einzige von 15 Mitgliedern des Regionalverbandes Ruhr ohne diese Mittel dastehen", macht Landrat Olaf Schade deutlich.

Im Schreiben heißt es: "Zum einen haben wir durch die aktuelle Förderlage schlechte Karten, wenn es darum geht, Unternehmen neu zu uns zu holen. Zum anderen macht es aber auch die Bestandspflege problematisch. Schließlich winken Betrieben, die ihren Sitz in unserer engbesiedelten Region der kurzen Wege nur wenige Kilometer verlegen, attraktive Fördermittel. Wir dagegen haben keine Gelder in der Hand, um für einen Verbleib zu werben."

So dürften und könnten Programme zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur nicht funktionieren. Um die Verzerrungen der heutigen Förderpraxis in der Region abzustellen, fordern die Unterzeichner aus Kreishaus und Rathäusern, dass das gesamte Gebiet des Regionalverbandes Ruhr einheitlich behandelt wird. Auch die Kommunen an Ennepe und Ruhr müssten zukünftig von diesen Strukturfördermitteln profitieren können.

 

Quelle: Pressedienst EN-Kreis, Ingo Niemann (v.i.S.d.P.), Tel. (02336) 93-2062, www.en-kreis.de

 

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